Wie kann KI den Arbeitsalltag im Handwerk vereinfachen? Genau das finden die Teilnehmer der KID-Live-Werkstatt heraus, die am 22. Januar 2027 im Europäischen Klempnermuseum in Karlstadt stattfindet. Gemeinsam mit den Handwerksmeistern Jörg Mosler (Dachdecker) und Matthias Brack (Schreiner) prompten sie und entwickeln konkrete Lösungen für einfachere Abläufe im eigenen Betrieb. Im Interview verrät Jörg Mosler, was die Teilnehmer erwartet – und warum sie gut ausgeschlafen zur Veranstaltung kommen sollten.
GFF: Die KID-Live-Werkstatt am 22. Januar 2027 steht unter dem Motto „Keine Theorie, sondern Umsetzung. An einem Tag bringst Du Deine Idee in die Praxis“. Wie wird das genau ablaufen?
Jörg Mosler: Wir starten schon vor der Veranstaltung mit einem Online-Briefing, damit die Teilnehmer gut vorbereitet sind und möglichst viel aus dem Tag herausholen können. Am Veranstaltungstag arbeiten wir dann in kleinen Gruppen an konkreten KI- und Automatisierungsprojekten aus dem eigenen Betrieb. Wir prompten, testen, probieren aus und entwickeln gemeinsam Lösungen für Aufgaben, die im Arbeitsalltag Zeit kosten oder unnötig kompliziert sind.
Unser Ziel ist, dass jeder mit einem greifbaren Ergebnis nach Hause geht, das ihm im Betrieb tatsächlich Arbeit abnimmt oder Abläufe vereinfacht. Etwa zehn bis vierzehn Tage später treffen wir uns noch einmal online. Dann schauen wir gemeinsam, was im Betriebsalltag bereits funktioniert, wo es noch hakt und wie die Teilnehmer ihre Lösungen weiterentwickeln können.
Sprechen Sie spezielle Gewerke an oder gilt das für alle Handwerksberufe?
Matthias Brack und ich kommen beide aus einem Bauhandwerk. Matthias ist Schreiner-, ich bin Dachdeckermeister. Da liegt natürlich auch unsere fachliche Expertise. Viele der Ideen und Anwendungen lassen sich aber problemlos auf andere Handwerksberufe übertragen. Wer offen für neue Möglichkeiten ist und Lust hat, sich mit KI zu beschäftigen, ist bei uns unabhängig vom Gewerk willkommen.
Was sollten die Teilnehmer neben einem eigenen Laptop noch mitbringen?
Vor allem eine ordentliche Portion Begeisterung und Neugier für das Thema KI. Und am besten kommen sie gut ausgeschlafen. Die Erfahrung zeigt nämlich, dass solche Werkstatttage durchaus anstrengend sind. Wir denken intensiv über Prozesse nach, entwickeln Ideen und arbeiten ganz praktisch mit KI. Da raucht am Ende des Tages schon mal der Kopf. Aber genau das macht die Veranstaltung auch aus.
Die Veranstaltung beginnt um 8.30 Uhr, wird es am Vorabend ein Get-together geben?
Ja, auf jeden Fall. Wir treffen uns am Vorabend mit allen Teilnehmern, die Lust und Zeit haben, zu einem gemeinsamen Abendessen in der Nähe der Veranstaltungslocation. Ganz zwanglos, ohne festes Programm. Einfach eine schöne Gelegenheit, sich schon mal kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam auf den nächsten Tag einzustimmen.
