Halle 16, Stand A30 Lattuada präsentiert vollautomatische Roboterlinie

Auf der glasstec 2026 präsentiert Lattuada erstmals eine vollständig automatisierte Roboterlinie. Ein siebenachsiger Kuka-Roboter verbindet dort eine Kantenschleifmaschine mit einer Waschmaschine zu einem durchgängigen Produktionsfluss. Außerdem bringt der Maschinenbauer eine Gehrungsmaschine mit variabler Winkeleinstellung und eine Kantenbearbeitungsmaschine mit.

Auch 2026 ist Lattuada wieder mit einem Stand auf der glasstec vertreten. (Hier zu sehen: Archiv-Bild aus dem Jahr 2022)
Auch 2026 ist Lattuada wieder mit einem Stand auf der glasstec vertreten. (Hier zu sehen: Archiv-Bild aus dem Jahr 2022) - © Dirks

Der Maschinenbauer Adelio Lattuada stellt auch im Jahr 2026 auf der glasstec aus. Nach eigenen Angaben nutzt das Unternehmen die Messe seit jeher, um technologische Fortschritte zu präsentieren. Im Mittelpunkt stehe eine Glasbearbeitung, die sich zunehmend an Automatisierung, Prozessintegration und Produktionseffizienz ausrichte.

Schleifen, Waschen und Handling in einem Fluss

Zum ersten Mal zeigt Lattuada eine vollautomatische Roboterlinie, die gemeinsam mit Knittel Glass entwickelt wurde. Sie bildet das Zentrum des Messestands und fasst das Schleifen, Waschen und Handling von Glas in einem einzigen Produktionsablauf zusammen. Dem Unternehmen zufolge dient sie als konkretes Beispiel dafür, wie sich Robotik und Automatisierung zu einer abgestimmten industriellen Lösung für die Glasbearbeitung verbinden lassen.

Die Linie besteht aus drei Komponenten:

  • der vollautomatischen geradlinigen Kantenschleifmaschine TLR 11 DD PC H60,
  • der geschlossenen (Closed Top) Waschmaschine CT 2300/500/4S,
  • dem siebenachsigen Kuka-Roboter, der den Ablauf zwischen beiden Maschinen steuert und synchronisiert.

Weniger Handarbeit, weniger Stillstand

Lattuada sieht in der Linie mehr als eine Automatisierung des Handlings. Die Integration eines Roboters stehe für einen anderen Ansatz im Produktionsmanagement. Sie soll den Materialfluss verbessern, manuelle Eingriffe verringern, Stillstandszeiten der Maschinen begrenzen und die Kontinuität im Betrieb erhöhen. Die Qualitätsstandards der Lattuada/Knittel-Lösungen bleiben dem Unternehmen zufolge dabei erhalten.

Der Hersteller hat das System an Glasverarbeiter ausgerichtet, die zunehmend auf automatisierte und flexible Prozesse setzen und trotzdem eine gleichbleibende Produktivität erwarten, auch in komplexen Fertigungsumgebungen.

Gehrungsmaschine für 50 Millimeter Glasdicke

Neben der Roboterlinie führt Lattuada am Stand zwei weitere Maschinen im Betrieb vor. Die Gehrungsmaschine TLR 11 AV C PC H85 arbeitet mit variablem Winkel. Nach Herstellerangaben bearbeitet sie Scheiben mit einer Dicke von bis zu 50 Millimeter und erreicht eine Geschwindigkeit von fünf Meter pro Minute. Lattuada zielt mit der Maschine auf Glasverarbeiter, die hohe Stückzahlen großformatiger und dicker Scheiben für den schweren Baubereich fertigen. Sie eigne sich zudem für Arbeiten mit sehr hohem Qualitätsanspruch bei hohem Tempo.

Die zweite Maschine ist die Kantenbearbeitungsmaschine AL 9 M H60. Dem Unternehmen zufolge überzeugt sie weiterhin durch Zuverlässigkeit, Präzision und Vielseitigkeit in zahlreichen Anwendungen der Glasbearbeitung.

Automatisierung als Wettbewerbsfaktor

Für Lattuada geht es auf der glasstec 2026 nicht nur um die Präsentation einzelner Maschinen und der Roboterlösung. Das Unternehmen versteht Automatisierung, Robotik und Digitalisierung als Werkzeuge, um die Wettbewerbsfähigkeit von Glasverarbeitungsbetrieben konkret zu stärken. Die Prozesse sollen dadurch effizienter, zuverlässiger und nachhaltiger werden.

Wie das Unternehmen mitteilt, eröffne die Verknüpfung von Maschinen, Robotersystemen und intelligenten Technologien neue Möglichkeiten, den gesamten Produktionsprozess zu verbessern. Tätigkeiten mit geringer Wertschöpfung sollen abnehmen, die Qualitätsstandards weiter steigen.

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