Abdichtung zwischen Glas und Rahmen Nass oder trocken: Wie hältst du's mit der Verglasung?

Als Fensterentwickler Franz Freundorfer mitbekommt, dass ein Fensterbauer bei seinen Holzfenstern von Nassversiegelung auf Trockenverglasung umsteigen möchte, schlägt er Alarm. In GFF erläutert er seine Beweggründe, zudem äußern sich das ift Rosenheim sowie das EPH Dresden als Prüfinstitute zum Thema der Dichtigkeit – und Kneer verrät, wie das Unternehmen seine Fenstersysteme abdichtet. Außerdem: Autera hat eine Lösung für die dauerhaft dichte Trockenverglasung bei reinen Holzfenstern in Entwicklung.

Mithilfe von G-Fix Glashaltern lässt sich bei Holz/Alu-Fenstern, und bald vielleicht auch bei reinen Holzfenstern, eine dauerhaft dichte Trockenverglasung umsetzen – mehr dazu auf Seite 74. - © Autera/Helmut Goll

Als Fensterentwickler Franz Freundorfer in der GFF-Märzausgabe liest, wird er auf Seite 32 hellhörig. Matthias Mühlenkord, Fensterbauer des Jahres 2024, berichtet in unserer Besucherumfrage im Vorfeld der FENSTERBAU FRONTALE, dass er überlegt, bei seinen Holzfenstern von Nassversiegelung auf Trockenverglasung umzustellen, und dass er sich auf der Messe über geeignete Lösungen informieren möchte. In einer E-Mail an die Redaktion rät Freundorfer dringend von dem Vorhaben ab und warnt vor Feuchteschäden.

Vorausschauend hatte GFF das Thema, wie es sich bei Nass- und Trockenverglasung sowie verschiedenen Rahmenmaterialien mit der Dichtigkeit verhält, zu diesem Zeitpunkt bereits in der Wunschthema-Abstimmung zur Wahl gestellt – und schreibt nun darüber, weil sich 67 Prozent der an der Abstimmung teilnehmenden Leser dafür entschieden haben. Im Folgenden führt Freundorfer seine Vorbehalte aus, zudem äußern sich das ift Rosenheim und das EPH Dresden als Prüfinstitute. Kneer-Südfenster gibt Auskunft darüber, wie das Unternehmen seine Elemente abdichtet. Und Autera stellt eine Lösung vor, mit der sich künftig eine dauerhaft dichte Trockenverglasung bei reinen Holzfenstern umsetzen lassen soll.

Freundorfer: Eigene Erfahrungen als Abschreckung

Warum stößt Mühlenkords Überlegung, von Nass- auf Trockenverglasung umzustellen, auf so große Bedenken bei Freundorfer, dass er eindringlich davor warnt? Im Gespräch mit GFF teilt der Geschäftsführer von Pro Passivhausfenster und Lizenzgeber für das internationale Smartwin-Netzwerk mit, dass er ein gebranntes Kind sei, was die Trockenverglasung angeht. Zweimal habe er in der Vergangenheit Holz/Alu-Systeme mit entsprechenden Dichtungsprofilen geplant – beide Male kam es in der Praxis zu massiven Problemen durch eintretende Feuchtigkeit. „Nach dem zweiten Mal habe ich meinen Fehler endgültig eingesehen und vermeide die Trockenverglasung so gut es geht“, berichtet Freundorfer.

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