Millionenprojekt Gealan errichtet Recyclinghalle am Standort Tanna

Gealan hat am Produktions- und Logistikstandort Tanna den Spatenstich für eine moderne Recyclinghalle samt zusätzlicher Silos gesetzt. Was hinter der Investition steckt und welche Technik in dem Neubau zum Einsatz kommen soll.

Spatenstich (v. li.): Ralf Hüttner (1. Beigeordneter des Bürgermeisters Tanna), Katrin Gersdorf (1. Ehrenamtliche Beigeordnete des Landrats im Saale-Orla-Kreis), die Gealan-Geschäftsführer Ivica Maurović und Tino Albert, Marie-Theres Wittig (Geschäftsführerin Architekturbüro Wittig) und Reinhard Schüß (Bauleiter AS Bau). - © Gealan

Gealan investiert nach eigenen Angaben zirka sechs Millionen Euro in das Bauprojekt. Die Fertigstellung des Neubaus ist für das Jahr 2027 geplant, parallel stattet das Unternehmen die Halle mit Recyclingtechnologie aus. Der vollständige Betrieb soll 2028 starten.

Halle mit 70 mal 26 Meter Grundfläche

Die Halle misst zirka 70 mal 26 Meter. Auf einer Fläche von 58 mal 26 Meter zerkleinert, sortiert und granuliert Gealan künftig vorwiegend PVC-Reste. Das wiederverwertbare Material fließt anschließend in den Produktionskreislauf zurück, sodass Fenster- und Türprofile mit reduziertem Anteil an Frisch-PVC entstehen. In diesem Bereich entstehen zusätzlich Sozialräume, die bereichsübergreifend zur Verfügung stehen. Auf den verbleibenden 12 mal 26 Metern installiert das Unternehmen ein Verschieberegal für Extrusionswerkzeuge, das die in der Profilproduktion benötigten Werkzeuge an einem Ort bündelt. Daneben werden vier große Silos errichtet, die mehrere hundert Tonnen an Recyclingmaterial fassen. 

Wegfall der Transporte zwischen Oberkotzau und Tanna

Ivica Maurović, Sprecher der Gealan-Geschäftsleitung, ordnet den Schritt ein: "Mit dieser neuen Halle, den modernen Technologien und zusätzlichen Kapazitäten investieren wir in die Zukunft von Gealan und machen uns weiter fit für die Anforderungen der Märkte." Er betont, dass der Neubau zugleich die Bedeutung des Standorts Tanna unterstreiche und die gesamte Region stärke.

Tino Albert, Gealan-Geschäftsführer Technik und Finanzen, ergänzt: "Nach dem Bau unseres vollautomatisierten Hochregallagers setzen wir nur wenige Meter nebenan ein weiteres Ausrufezeichen. Mit den neuen Möglichkeiten sparen wir Transportwege, verschlanken Prozesse und zeigen, dass Gealan sich weiterhin möglichst effizient und nachhaltig aufstellt."

Nach Fertigstellung läuft der gesamte Recyclingprozess nur noch in Tanna. Damit entfallen Transporte zwischen Oberkotzau und Tanna, und die Produktionsprozesse erfordern keine Ortswechsel mehr. Mit den neuen Technologien steige zudem der Automatisierungsgrad, so Albert. Dadurch entlaste das Unternehmen seine Beschäftigten und erweitere zugleich die Kapazitäten, um größere Mengen an Recyclingmaterial effizienter herzustellen und zu verarbeiten.

Renderings der neuen Recyclinghalle mitsamt den Silos. - © Wittig Architekten Hof
© Wittig Architekten Hof