Glaskunst für Münchner Gymnasium Architektur zwischen Wolkenbild und Datenraum

Wolken haben viele Dimensionen: Sie können Inspirationsquelle sein, Gegenstand naturwissenschaftlicher Forschung oder als Metapher dienen im Paradigma des Cloud Computing. Die Mehrdeutigkeit dieses Begriffs hat die Künstlerin Vanessa Farfán eingefangen und daraus ein Glaskunstwerk für eine Schule erstellt.

Je nach Blickwinkel, Jahreszeit und Lichteinfall erzeugt das Werk immer neue Eindrücke.
Je nach Blickwinkel, Jahreszeit und Lichteinfall erzeugt das Werk immer neue Eindrücke. - © Vanessa Farfán

Vor wenigen Jahren wurde das Karlsgymnasium in München-Pasing um ein neues Gebäude für den Naturwissenschafts- und Kunstunterricht erweitert. Herzstück des Gebäudes ist ein Lichthof, der zugleich Durchgangsbereich ist. Nach einer öffentlichen Ausschreibung erhielt die Künstlerin Vanessa Farfán im Jahr 2021 vom Baureferat München den Auftrag, für diesen Raum ein Kunstwerk zu erschaffen.

"Der Lichthof ist ein ambivalenter Raum, da er sowohl Außen- als auch Innenraum ist. Er erscheint wie eine Luftfalle, ein Fänger unsichtbarer Moleküle. Eine Wolke als sichtbares Subjekt schien mir die perfekte Form zu sein", sagt die Künstlerin, die 1977 in Mexiko-Stadt geboren ist und heute in Berlin lebt. Und so entstand die Idee für ihr Werk geCloud. Auch der Titel ist mehrdeutig: Das Gebäude scheint in seinem Innern eine Wolke geklaut zu haben und spielt gleichzeitig auf das Konzept des Cloud Computing an: das Hochladen in die Cloud.


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