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© SOM James Michael JuarezMit der Eröffnung der David Geffen Galleries, dem Neubau des Los Angeles County Museum of Art (LACMA), erhielten über 142.000 Kunstwerke eine neue Heimat – und Los Angeles ein architektonisches Kunstwerk, entworfen vom Schweizer Architekten und Pritzker-Preisträger Peter Zumthor.
Dem Entwurf liegen zwei Hauptprinzipien zugrunde: Alle Kunstwerke sollen gleichrangig auf einer Ebene präsentiert und hauptsächlich im Tageslicht inszeniert werden. Das Projekt vereinte Seeles Expertise in Messingverarbeitung, 3D-gebogenen Fassadenbauteilen und lokaler Bauausführung in den USA. -
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© SeeleFür das Museum realisierte Seele eine 4.800 qm große Pfosten-Riegel-Fassade, bestehend aus einer Stahl-Unterkonstruktion und zum Teil über acht Meter hohen Isolierglaseinheiten. Aufgrund der im Grundriss organischen Form des Gebäudes kamen neben geraden auch gebogene Glaselemente zum Einsatz. Um die Kunstwerke vor UV-Strahlung zu schützen und den Gesamtenergiedurchlassgrad zu senken, wurden die Glaselemente mit einer Low-E-Beschichtung versehen, einer hauchdünnen metallischen Beschichtung zur Reflexion der Sonneneinstrahlung. -
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© SeeleEin weiteres Highlight bildet die Verkleidung der statisch tragenden Fassadenbauteile mit extrudierten Messingprofilen, die bis zu 15 Millimeter stark und, entsprechend den Glaselementen, bis zu 8,5 Meter lang sind. Die bei Seele hochwertig bearbeiteten Profile setzen einen edlen Akzent im schlichten Design der durchgehenden Fensterfront. -
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© SeeleNeben Luftdichtigkeits- sowie Wind- und Wassertests wurden im Vorfeld der Bauphase auch horizontale und vertikale Verformungen der Konstruktion mit einem Testaufbau bei Seele in Gersthofen umfangreich simuliert und geprüft.
Mit mehreren Tausend, wenn auch nicht immer spürbaren, Erdbeben pro Jahr liegt Los Angeles in einem stark seismischen Gebiet; zugleich befindet sich das Museumsareal auf nachgiebigem Baugrund. Dies brachte auch besondere statische Anforderungen an die Fassadenkonstruktion mit sich. Um diesen gerecht zu werden, ist die Fassadenkonstruktion im Obergeschoss am Kopfpunkt an Dämpfer angeschlossen, die auftretende Schwingungen aufnehmen und reduzieren können. Zudem kommen sowohl im Erd- als auch im Obergeschoss akkordeonförmige Dichtungen am Kopfpunkt der Verglasung zum Einsatz, sodass Fassade und Betondecke unabhängig voneinander beweglich bleiben. -
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© SeeleDie großformatigen Glasflächen schaffen maximale Transparenz, öffnen das Museum zum Stadtraum und lassen das Tageslicht zum wesentlichen Bestandteil der Kunstinszenierung werden. In Kombination mit den präzise bearbeiteten Messingprofilen entsteht eine Fassade, die funktionale Anforderungen, lokale Bedingungen und gestalterische Eleganz in Einklang bringt – und dem Neubau des LACMA jene Transparenz verleiht, die Zumthors Konzept vom Tageslicht als kuratorischem Mittel erst erlebbar macht.