Verdeckt liegende Türbänder bei Basys 25 Jahre unsichtbare Drehung an der Tür

Vor einem Vierteljahrhundert brachte Basys einen Beschlag auf den Markt, der die Architektursprache von Türen nachhaltig verändern sollte. Was damals als Novum für stumpf einschlagende Türen begann, deckt heute ein breites Spektrum an Gewichten, Funktionen und Oberflächen ab.

Pivota DX 60 Design: Magnetisch gehaltene Abdeckplatten verdecken die Schraubenbereiche. - © Basys

Bartels Systembeschläge (Basys) präsentierte im Jahr 2001 als erster deutscher Hersteller ein verdeckt liegendes Band für stumpf einschlagende Türen: Pivota. Das Band für Drehtüren bleibt bei geschlossener Tür unsichtbar. Zur BAU 2001 in München zeigte das Unternehmen die Entwicklung erstmals einem internationalen Publikum. Das Band lässt sich dreidimensional justieren und trägt Türen mit einem Gewicht von bis zu 100 Kilogramm.

„Ein Band, das Türen zuverlässig trägt und bewegt, aber vollständig im Verborgenen arbeitet? Das war vor 25 Jahren ein absolutes Novum“, sagt Albert Bartels. Nach Unternehmensangaben erkannten zahlreiche Kunden das Potenzial und setzen seither das Konzept der auf das Wesentliche reduzierten Tür als puristisch-minimalistisches Gestaltungselement um.

Produktfamilie mit breitem Tragfähigkeitsspektrum

Aus dem ursprünglichen Band entstand die Produktfamilie Pivota DX für stumpf anschlagende Türen. Sie deckt Tragfähigkeiten von 40 bis 350 Kilogramm pro Paar ab, so dass sich die einfache Wohnungstür ebenso realisieren lässt wie die komplexe Objekttür. Ebenfalls Teil des Programms sind Bänder für invers in die Laibung öffnende Türen. Damit sollen sich in langen Fluren mit mehreren, unterschiedlich öffnenden Türen einheitliche, wandbündige Ansichten umsetzen lassen.

Ergänzend bietet Basys Bandlösungen für Zargen- und Türblattaufdopplungen. Das Türblatt liegt dem Hersteller zufolge entweder mit der Zarge oder mit Zarge und Wand auf einer Ebene. Spiegellose Zargen ermöglichen es, das Design der Wand fortzuführen, so dass sich Türen nur noch durch eine minimalistische Linienführung abzeichnen.

Patentiertes Vier-Arm-Gelenk als Herzstück

Den technischen Kern der Pivota DX-Bandserie bildet ein exklusiv von Basys entwickeltes und patentiertes Konstruktionsprinzip. Ein symmetrisches Vier-Arm-Gelenk leitet die Kräfte des Türflügels gleichmäßig in die Zarge. Über Kolben, die das Gelenk transversal lagern, ist es mit den Bandkörpern verbunden. Diese lenken die beim Öffnen und Schließen auftretenden Kräfte kreisförmig in alle Richtungen.

Verdeckt liegende Technik für die Außentür: Masterband FX2 120 3-D FD. - © Basys

Nach Angaben des Unternehmens verleiht das Prinzip den Türen eine leichtgängige Mechanik. In Verbindung mit dem massiven Material nehme die Konstruktion die Flügelgewichte zuverlässig auf und sorge auch bei extremen Gewichten und häufiger Nutzung für hohe Stabilität. Charakteristisch für alle Scharniere des Herstellers sind Materialhybride, mit denen sich innerhalb fräskompatibler Gruppen die Tragfähigkeit fein abstufen lässt. Für die Gestaltung stehen 16 Standardfarben sowie objektbezogene Oberflächen zur Verfügung.

Erweiterung auf gefälzte und überfälzte Türen

Im Jahr 2007 brachte Basys das erste verdeckt liegende System für gefälzte Türen heraus und entwickelte daraus die Serie Pivota FX. Im Jahr 2011 folgte ein Band für die überfälzte Normtür. Die Technologie adaptierte das Unternehmen anschließend auf Haus- und Wohnungsabschlusstüren mit einem Überschlag von 18 Millimeter und Flügeldichtung. Seither steht auch ein verdecktes System bereit, das Witterungseinflüssen ausgesetzte Außentüren ausstattet.

Beide Geschäftsführer, Albert und Jürgen Bartels, wollen Basys weiter als Vorreiter im Bereich verdeckter Türtechnik positionieren. „Wir haben richtig Bock auf Innovation“, sagt Jürgen Bartels. Nach Aussage seines Bruders Albert sei im Segment verdeckt liegender Türtechnik längst nicht alles erfunden.