Mit der feierlichen Eröffnung seines neuen Produktionsstandorts in Hof-Gattendorf setzt Lamilux ein klares Zeichen für Wachstum. Welche Beweggründe hinter der Investition stehen und welches Potenzial das Werk künftig entfalten soll, lesen Sie hier.

Die Lamilux Heinrich Strunz Gruppe hat ihren neuen Standort im Automobilzuliefererpark Hof-Gattendorf (Oberfranken) offiziell eröffnet. Das Familienunternehmen investiert nach eigenen Angaben insgesamt zirka 25 Millionen Euro in das Werk, das aus einem modernen Produktionsgebäude mit angeschlossenem Bürotrakt besteht. Die ehemalige Immobilie der DGH Hof hat Lamilux in den zurückliegenden Monaten umfassend saniert und für die eigene Nutzung hergerichtet.
Politische Prominenz bei der Eröffnung
Zur Eröffnungsfeier kamen zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung, darunter Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, sowie Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Politik und der Regierung von Oberfranken. "Lamilux zeigt eindrucksvoll, wie man auf einer starken Basis aufbaut und gleichzeitig konsequent in die Zukunft investiert. Hier entstehen Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Perspektiven für viele Familien in der Region – und ein fränkisches Traditionsunternehmen behauptet sich damit erfolgreich im internationalen Wettbewerb", sagte Bär.
Auch Landrat Oliver Bär würdigte das Vorhaben und bezeichnete es als "echtes Mutmacherprojekt – getragen von einem Mutmacherunternehmen und einer Mutmacherfamilie". Damit unterstreiche das Engagement die Bedeutung unternehmerischer Initiative für die Region.
Schrittweise Verlagerung aus Rehau
Das Werk dient dem Unternehmensbereich Tageslichtsysteme und ist Teil der Weiterentwicklung des Standortverbunds der Gruppe. Bereits seit dem Jahr 2025 verlegt das Unternehmen einzelne Abteilungen schrittweise vom Standort Rehau nach Hof-Gattendorf. Die Inbetriebnahme verläuft abschnittsweise, im Laufe des Jahres sind weitere Verlagerungen vorgesehen. Am Hauptsitz in Rehau verbleiben zentrale Funktionen sowie Produktion beider Unternehmensbereiche.
"Dieses neue Werk ist für uns weit mehr als ein Gebäude. Es steht für unsere Zuversicht, dass wir mit Innovation und verlässlicher Qualität auch künftig erfolgreich wachsen können. Es ist ein Ort für die Menschen, die hier jeden Tag ihr Können einbringen und damit die Grundlage schaffen, unsere Kundinnen und Kunden mit starken Lösungen zu unterstützen", sagt Dr. Sophia Strunz, geschäftsführende Gesellschafterin der Lamilux Gruppe.
Platz für bis zu 300 Arbeitsplätze
Aktuell arbeiten zirka 130 festangestellte Mitarbeitende am Standort in Hof-Gattendorf. Das Werk bietet nach Unternehmensangaben Kapazitäten für bis zu 300 Arbeitsplätze bei Vollauslastung. Damit unterstreiche der Standort die langfristige Wachstumsstrategie der Gruppe und sei im Zusammenspiel mit den bestehenden Werken ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung des Unternehmens in Hochfranken.
Dr. Alexander Strunz, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter, betont den strukturpolitischen Aspekt der Investition: "Das Projekt zeigt, dass Fortschritt nicht zwangsläufig auf der grünen Wiese entsteht, sondern sehr bewusst auch durch Investitionen in vorhandene Strukturen – gerade im ländlichen Raum, dort, wo Industrie, Handwerk und Mittelstand seit Generationen verwurzelt sind."