Randverbund Swisspacer eröffnet Technology-Center

Mit der Eröffnung des Technology-Centers in Lengwil baut das Unternehmen seinen Schweizer Hauptsitz gezielt als Innovationszentrum aus. "Durch die Bündelung von Forschung, Validierung und Qualitätssicherung werden Entwicklungsprozesse beschleunigt und die Bedeutung der Schweiz als F&E‑Standort weiter gestärkt", heißt es in einer Mitteilung.

Dominik Göschl (rechts) übernimmt die operative Leitung des Technology Centers. Loris Buliard (links) stärkt den Schweizer Standort als Project Leader Materials Engineering. - © Swisspacer

"Die Investition unterstreicht Swisspacers Anspruch, als Innovationsführer im Isolierglasrandverbund technologische Entwicklungen konsequent voranzutreiben – und deren Leistungsfähigkeit durch belastbare interne Validierung nachvollziehbar zu belegen", teilt Swisspacer mit.

Als spezialisierter Anbieter für Warme Kante-Systeme entwickelt das Schweizer Unternehmen seit über 25 Jahren Abstandhalterlösungen für energieeffiziente Isoliergläser.

Zum Portfolio gehören neben Abstandhaltern auch ergänzende Technologien wie Swisspacer Air für den Druckausgleich im Isolierglas. Zudem schaffen Umweltproduktdeklarationen (EPDs) die Basis für transparente Produktnachweise im zunehmend regulierten Marktumfeld.

Marie Guin, die zuvor als Innovation Partner R&D bei Swisspacer tätig war, hat am 1. März die Rolle der Head of R&D übernommen. - © Swisspacer

Gebündelte Kompetenz an einem Standort

Ein wesentlicher Schritt ist die Verlagerung des bisherigen R&D-Validierungszentrums vom deutschen Herzogenrath nach Lengwil in der Schweiz. Ergänzend wird die bestehende Qualitätseinheit am Schweizer Standort weiter ausgebaut. Mit der Zusammenführung dieser Kompetenzen entsteht am Hauptsitz das Innovationszentrum von Swisspacer. "Die kürzeren Wege beschleunigen Entscheidungsprozesse und ermöglichen es, neue Produkte effizienter zu testen, zu validieren und zur Produktfreigabe zu bringen", heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Anforderungen an Komponenten im Isolierglasrandverbund steigen – technisch ebenso wie im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und transparente Produktnachweise. Umso wichtiger ist eine enge Verzahnung von Entwicklung und Validierung.

"Mit dem Technology Center stärken wir unseren Hauptsitz als zentralen Standort für Entwicklung und Innovation", sagt Matthias Bach, CEO von Swisspacer. "Die Bündelung von Kompetenz und Ressourcen in Lengwil ist ein klares Bekenntnis zu unseren Schweizer Wurzeln und zu einer starken Innovationspipeline."

Erweiterte Testmöglichkeiten

Mit dem Technology Center in Lengwil stärkt Swisspacer seinen Schweizer Hauptsitz als zentralen Innovationsstandort. - © Tegometall

Ein Schwerpunkt des Ausbaus liegt auf der schnelleren, fundierten Bewertung neuer Materialien und Produktlösungen. "Die erweiterten Test- und Validierungskapazitäten erlauben es uns, Eigenschaften und Leistungsfähigkeit neuer Ideen, Prototypen und fertiger Produkte deutlich schneller zu bewerten. Von innovativen, intern konzipierten Tests bis hin zur Validierung in Anlehnung an Normen werden unsere Entwicklungsprozesse gezielt beschleunigt und gestärkt – bei gleichzeitig steigender Qualität", betont Marie Guin, seit dem 1. März Head of R&D von Swisspacer.

Zuvor war sie als Innovation Partner R&D tätig. Sie prägt seit mehreren Jahren die Innovationsarbeit des Unternehmens und übernimmt in ihrer neuen Rolle auch die strategische Verantwortung für das Technology Center. Damit unterstreicht Swisspacer den hohen Stellenwert von Forschung und Entwicklung als Treiber marktorientierter Produktgestaltung. Die operative Leitung des Technology Centers übernimmt Dominik Göschl, der seine bisherige Funktion als Production Manager um diese Verantwortung erweitert. Er verfügt über umfassende Erfahrung in der Produktion und Prozessoptimierung bei Swisspacer.

Wie eng der Ausbau mit der Weiterentwicklung der R&D-Organisation verzahnt ist, zeigt auch die Stärkung der Projektleitungsrollen – insbesondere in der Werkstofftechnik. "Das Technology Center verbessert vor allem den Übergang von der Materialforschung in die industrielle Umsetzung", erklärt Loris Buliard, Project Leader Materials Engineering. "Wenn Entwicklung, Validierung und Produktion näher zusammenarbeiten, lassen sich Iterationen schneller und auf einer gemeinsamen Datenbasis durchführen."

Mit Swisspacer Ultimate | Nyxé hat Swisspacer kürzlich eine neue Produktgeneration eingeführt, die anspruchsvolles Design mit einem nachhaltigkeitsorientierten Ansatz verbindet. Weitere Entwicklungsprojekte sind bereits in Arbeit. - © Swisspacer

Erst jüngst hat Swisspacer mit Swisspacer Ultimate | Nyxé eine neue Produktgeneration vorgestellt, die Designanspruch und Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Weitere Innovationsprojekte befinden sich in der Umsetzung. Der Ausbau des Technology Centers bildet dabei die Grundlage für die nächsten Entwicklungsschritte. "In den kommenden Monaten werden die Möglichkeiten zur Bewertung neuer Materialien konsequent erweitert – ein entscheidender Beitrag, um neue Lösungen noch effizienter in die Anwendung zu bringen", teilt Swisspacer mit.