Interview mit Maco-CEO Mario Neuwirth: "Heute sind wir der Fels in der Brandung."

Maco hat bewegte Jahre hinter sich – von Lieferproblemen über einen Großbrand am Standort Salzburg bis hin zum Abgang des langjährigen Geschäftsführers Guido Felix. Seit März 2025 ist Mario Neuwirth neuer CEO der Maco Gruppe. Im Interview mit GFF, das auf der FENSTERBAU FRONTALE stattfand, spricht er über Versäumnisse der Vergangenheit – und warum Kundennähe jetzt oberste Priorität hat.

Mario Neuwirth ist seit März 2025 CEO der Maco Gruppe. - © Maco
GFF: Herr Neuwirth, Maco hat bewegte Jahre hinter sich. Wie steht das Unternehmen heute da?

Mario Neuwirth: Wir sind stärker denn je. Was die interne Konsolidierung und die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe angeht, befinden wir uns auf einem ganz anderen Niveau als noch vor wenigen Jahren. Zudem haben wir Schwachstellen ausgemerzt, die wir uns auf der Marktseite geleistet haben. In der Vergangenheit gab es eine Phase mit Verfügbarkeitsproblemen – das hat uns Kunden gekostet.

Heute sind wir der Fels in der Brandung mit Blick auf Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit. Wir haben unseren Fokus konsequent auf den Kunden ausgerichtet, hören ihm viel intensiver zu als früher und sind deutlich näher an ihm dran. Das ist uns viel wert – und geht auch mit signifikanten Investitionen einher. Kundenorientierung steht bei uns jetzt an vorderster Stelle.

Wie profitiert der Kunde im Tagesgeschäft von dieser Ausrichtung?

Wir wollen für unseren Kunden der zuverlässigste Partner sein. Denn uns ist bewusst: In der Regel sind wir Single-Source-Lieferant, also der einzige Beschlaglieferant eines Verarbeiters. Wenn wir nicht liefern, steht seine Produktion still. Das ist so, als würden bei BMW die Lenkräder nicht geliefert – eine Katastrophe.

Deshalb ist jetzt alles darauf ausgerichtet, durch hohe Lagerbestände und umfassende Verfügbarkeit eine extrem hohe OTIF-Quote (On Time In Full, also die termingerechte und vollständige Lieferung; Anm.d.Red.) zu erreichen.

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