
Seit heute Morgen 9 Uhr nehmen rund 45 Fachkräfte aus dem ganzen Bundesgebiet an der virtuellen Expertentagung des Fachverbands GFF Baden-Württemberg in Karlsruhe teil.
Bau-PVO 2024: zehn wesentliche Änderungen
Zum Auftakt stellte Andreas Matschi vom gleichnamigen Sachverständigenbüro im bayerischen Kolbermoor die neue EU-Bauproduktenverordnung und deren Umsetzung vor. Matschi erläuterte zehn wesentliche Änderungen der neuen Verordnung, die für die Hersteller von Fenstern, Türen und Toren wichtig sind.
So wird künftig ein digitaler Produktpass gefordert, der auf dem Bauelement als Strichcode o.ä. verfügbar sein muss. Darin müssen Hersteller Angaben zu gefährlichen Substanzen in den Produkten machen. Laut Verordnung sind Angaben zu mehr als 250 Substanzen erforderlich. Matschi wies auf die Kritik von Experten und Branchenverbänden an der neuen Verordnung hin, wonach viele Vorgaben in der Praxis kaum oder nicht umsetzbar seien.
Umwelt- und Nachhaltigkeitsmerkmale der Produkte sind in Zukunft in der Leistungs- und Konformitätserklärung auszuweisen.
Matschi rechnet damit, dass bis 2030 keine harmonisierten Normen für Fenster, Türen und Tore gemäß der neuen Bauproduktenverordnung vorliegen. Für ETAs und EADs gelten eine Karenzzeit bis 2035.
Programmpunkte im Detail
Auf dem Programm des Sachverständigenforums stehen zudem diese Themen: Moderne Glastechnologien wie Vogelschutzglas etc., Nachhaltigkeit bis zum Glas - von Laboren und Fassaden, Super Spacer - Eigenschaften und Applikation und Revision DIN EN Iso 1279, Recycling von Altfenstern, Rollläden und Türen aus Kunststoff sowie Sachverständigengutachten im KI-Zeitalter.
Mehr zum Karlsruher Sachverständigenforum lesen Sie in GFF 6 und GFF 7-8.