Eine 650 Kilogramm schwere Schiebetür, die sich mit nur zwei Kilogramm Kraft bewegen lässt – ganz ohne Motor. D-Lev verspricht mit seiner Magnetschwebetechnologie eine neue Art der linearen Bewegung für die Fenster- und Fassadenbranche.

Was bisher auf Rollen lief, soll künftig schweben: D-Lev entwickelt und vertreibt als Partner des italienischen Technologieunternehmens Ironlev passive Magnetschwebetechnologien, die klassische lineare Führungssysteme ersetzen sollen.
Das Prinzip: Schiebeelemente bewegen sich kontaktlos und reibungsfrei auf einer ferromagnetischen Schiene – vollständig ohne Motorisierung. Die Magnetik sitzt nach Unternehmensangaben in den Gleitmodulen, die mit Neodym-Magneten höchster Güteklasse ausgestattet sind. Diese Magnete sorgen für Stabilisierung und ein gleichmäßiges, kontrolliertes Schweben, insbesondere bei sehr hohen Lasten.
Slim-System für minimale Profilsysteme
Speziell für die Fenster- und Fassadenindustrie hat D-Lev/Ironlev das Slim-System entwickelt. Es zielt auf minimale Profilsysteme ab und bietet dem Unternehmen zufolge eine flexible Skalierbarkeit: Ein einzelnes Slim-Magnetmodul trage bis zu 25 Kilogramm Last, in der Doppel-Slim-Konfiguration bis zu 50 Kilogramm pro Modul. Durch die Kopplung mehrerer Module lasse sich die Tragfähigkeit nahezu beliebig anpassen – abhängig von der Anzahl der eingesetzten Module. So sollen auch extrem große und schwere Schiebeelemente sicher und gleichmäßig gleiten.
Ein Praxisbeispiel verdeutlicht das Potenzial: Eine Schiebetür mit 650 Kilogramm Gewicht lässt sich nach Herstellerangaben mit der entsprechend ausgelegten Modulanzahl ohne jegliche Motorisierung bewegen. Die Messwerte des Unternehmens zeigen, dass dafür lediglich zirka zwei Kilogramm Zug- und Druckkraft erforderlich sind.
Einfache Integration in bestehende Systeme
D-Lev betont die modulare Bauweise der Magnetschwebemodule: Sie seien so konzipiert, dass sie sich ohne großen konstruktiven Aufwand in bestehende Systeme integrieren lassen. Die Module ließen sich in vorhandene Profile, Beschläge und Konstruktionen einbinden, ohne grundlegende Änderungen an der Systemarchitektur vorzunehmen. Das ermögliche eine schnelle, sichere und wirtschaftliche Montage – sowohl bei Neuentwicklungen als auch bei der Nachrüstung bestehender Anlagen.
D-Lev/Ironlev adressiert nach eigenen Angaben vier zentrale Anwendungsbereiche: Architektur, Transport, Aufzüge und Industrie. In all diesen Segmenten soll Ironlev klassische rollende Systeme durch schwebende lineare Bewegungen ablösen.