Auf der HOLZ-HANDWERK in Nürnberg stellte Schmalz neben Systemen zum manuellen und ergonomischen Handling sowie Spannsystemen für die CNC-Holz- und Glasbearbeitung erstmals seinen neuen akkubetriebenen Saugheber Gripster max vor. Was das handgeführte Gerät von stationären Vakuumsystemen unterscheidet.

Schmalz präsentierte auf der Holz-Handwerk ein Programm, das Ergonomie und Produktivität in der Holzbearbeitung zusammenbringen soll. Im Mittelpunkt stand die Weltpremiere des Saughebers Gripster max – ein akkubetriebenes Handgerät, das ohne externe Druckluft oder stationäre Infrastruktur auskommt.
Akkubetriebener Saugheber Gripster max: Premiere in Nürnberg
Mit dem Saugheber Gripster max erweitert Schmalz sein Portfolio um ein Handgerät für das Heben und Positionieren von Werkstücken aus Glas, Holz, Metall, Gipskarton sowie Keramik- und Steinfliesen. Eine akkubetriebene Pumpe erzeugt den nötigen Unterdruck – unabhängig von Druckluftanschlüssen oder stationären Systemen.
Ein zentrales Merkmal ist die Ansauggeschwindigkeit: Nach Unternehmensangaben saugt der Saugheber Gripster max Bauteile bis zu viermal schneller an als vergleichbare Geräte. Das verkürzt Taktzeiten und ermöglicht es einer einzelnen Person, auch große und sperrige Werkstücke zu bewegen. Wartezeiten auf eine zweite Arbeitskraft entfallen.
Schmalz bietet drei Betriebsmodi an, die das Gerät an unterschiedliche Aufgaben anpassen. Im Basic-Modus regelt das System auf einem höheren Vakuum und erreicht eine Haltekraft von bis zu 120 Kilogramm horizontal und 60 Kilogramm vertikal. Der Eco-Betrieb arbeitet bei einem knapp halb so hohen relativen Unterdruck, evakuiert in unter zwei Sekunden und spart Energie. Im Fast-Modus genügt ein einfaches Andrücken an das Werkstück zum Ansaugen; das Ablegen erfolgt per Doppelklick auf die Start-Stopp-Taste.
Bedienung, Sicherheit und Systemprüfung
Die Steuerung des Saughebers Gripster max basiert auf einem einzigen Taster. Das vereinfacht die Bedienung, beschleunigt das Ablegen von Werkstücken und reduziert Fehler. Visuelle und akustische Warnsignale informieren den Anwender laufend über den Systemstatus. Auf dem integrierten Display zeigt eine Saugplattenerkennung nicht nur den aktuellen Unterdruck, sondern auch die theoretische Traglast in Kilogramm an.
Eine Systemprüfung lässt sich nach Herstellerangaben einfach ausführen. Sie erkennt mögliche Fehlerquellen, unterstützt eine schnelle Reparatur und reduziert Stillstandszeiten. Der ergonomisch geformte Griff erlaubt das Bewegen auch unhandlicher Bauteile – darunter Werkstücke im Verbund, die sich ohne Griff in Fugen oder Spezialeinsatz heben lassen. Das schont das Material und senkt das Bruchrisiko.
Schnellwechselsystem und CAS-Akku
Das werkzeuglose Schnellwechselsystem des Saughebers Gripster max erlaubt den Austausch von Saugplatten und Zubehör mit wenigen Handgriffen. Anwender passen das Gerät so unkompliziert an unterschiedliche Anwendungsfälle an.
Das Gerät arbeitet mit einem Akku aus der Cordless Alliance System (CAS)-Allianz. Wer bereits 18-Volt-CAS-Akkus im Betrieb nutzt, setzt diese direkt ein – ohne zusätzliche Investition in neue Energieträger. Das vereinfacht das Energiemanagement und reduziert den Anschaffungsaufwand. Mehrere Geräte lassen sich über Kabel koppeln und zentral steuern, um größere Formate zu bewegen.
Schmalz positioniert den Saugheber Gripster max als Ergänzung zu stationären Systemen wie dem Vakuum-Hebegerät Vacumaster, das für schwerere Lasten und industrielle Gesamtsysteme ausgelegt ist.
VacuMaster Wood, Exoskelette und CNC-Spanntechnik
Neben dem Saugheber Gripster max zeigte Schmalz weitere Lösungen für die Holzbearbeitung. Das Vakuum-Hebegerät Vacumaster Wood nimmt das Gewicht von Platten und Bauteilen auf und entlastet Anwender beim manuellen Handling. Auch poröse und beschichtete Bauteile greift das Gerät dem Unternehmen zufolge zuverlässig. Große Werkstücke lassen sich präzise positionieren und in einem Schritt umsetzen und ausrichten.
Mit den Exoskeletten Mate Uta und Mate Uba zeigte Schmalz sein Angebot an körpergetragenen Assistenzsystemen. Mate Uta entlastet Schultern und Arme bei Tätigkeiten über Brusthöhe, Mate Uba unterstützt den unteren Rücken bei häufigem Vorbeugen. Beide Systeme arbeiten mechanisch und kommen ohne Energieversorgung aus.
Ebenfalls Premiere feierte auf der HOLZ-HANDWERK der Horizontalspanner VCMC-HZ, ein Spannsystem für Konsolentische in der CNC-Bearbeitung. Ein fester Anschlag und ein bewegliches Spannmodul klemmen Werkstücke horizontal. Der zweiteilige Aufbau erlaubt freie Abmessungen. Vier definierte Spannhöhen decken unterschiedliche Materialdicken ab. Reduzierte Störkonturen halten den Bearbeitungsbereich frei. Varianten mit Druckluft oder mechanischem Antrieb vereinfachen die Integration in Ein- und Zweikreissysteme. Der beidseitige Anschlag ermöglicht paralleles Spannen, was Rüstzeiten senkt und den Durchsatz nach Unternehmensangaben verdoppelt.
Für die Handhabung von Glas hatte Schmalz den Blocksauger VCBL-GL im Gepäck – mit Reibplatte und Dichtung speziell für CNC-Glasbearbeitungszentren ausgelegt. Eine große Auswahl an Abmessungen ermöglicht die prozesssichere Fixierung von Werkstücken unterschiedlicher Geometrien.
Schmalz-Gruppe auch auf der FENSTERBAU FRONTALE
Parallel zur HOLZ-HANDWERK war Binar Handling, Teil der Schmalz Gruppe, auf der FENSTERBAU FRONTALE vertreten. Dort zeigte das Unternehmen einen Vacumaster Window sowie ebenfalls den Saugheber Gripster max – als Ergänzung des ergonomischen Ansatzes speziell für den Fensterbau.