Die Ausgabe 4/26 stellt die Anpassung der Gebäudehülle an den Klimawandel in den Mittelpunkt und verbindet dieses Leitthema mit praxisnahen technischen Beiträgen, Marktanalysen und Innovationen aus der Branche. Außerdem im neuen Heft: Mundgeblasenes Flachglas, Gugelfuss-Partnertag und Forum zukunftsicheres Bauen in Hof. Mehr dazu hier.
Im Titelthema steht der sommerliche Wärmeschutz als entscheidender Faktor für zukunftsfähige Gebäude im Fokus.
Statements von Experten aus Planung und Industrie
Experten aus Planung und Industrie zeigen, dass Fassaden künftig ganzheitlich gedacht werden müssen – als integriertes System aus Verglasung, Verschattung, Lüftung und Gebäudetechnik.
Welche Lösungen sind auf dem Markt?
Lösungen reichen von intelligenten Fassadensystemen, die Heizen, Kühlen und Sonnenschutz kombinieren, über hochselektive Sonnenschutzgläser bis hin zu automatisierten Beschattungssystemen und nachrüstbaren Folien.
Deutlich wird: Passive Maßnahmen zur Vermeidung von Überhitzung gewinnen gegenüber energieintensiver Kühlung an Bedeutung.
Ergänzt wird das Titelthema durch konkrete Anwendungen und Produkte, etwa fotochrome Folien, die sich selbstständig an Lichtverhältnisse anpassen, oder leistungsfähige Hitzeschutzfolien für Bestandsgebäude.
Gastbeitrag des ift Rosenheim beleuchtet Normen und Richtlinien
Gleichzeitig wird der normative Rahmen beleuchtet: Der sommerliche Wärmeschutz ist in der DIN 4108-2 verankert und erfordert zunehmend detaillierte Nachweise, etwa über Simulationen. Alle Informationen dazu listet ein Gastbeitrag des ift Rosenheim auf.
Im Ressort Technische Beratung geht es um Fensterabdichtung und Türplanung. Hier zeigt sich, dass weniger das Produkt als vielmehr die fachgerechte Ausführung über die Qualität entscheidet. Luftdichtheit wird als zentraler Faktor für Energieeffizienz und Schadensvermeidung hervorgehoben. Bei der Türplanung wird deutlich, dass fehlende Schnittstellenkoordination und zu späte Planung häufig zu Mängeln und Haftungsrisiken führen. Experten fordern deshalb einen frühzeitigen Planungsbeginn sowie eine ganzheitliche Betrachtung aller Gewerke und Nutzungsanforderungen.
Im Ressort Glas stehen Innovation und Effizienz im Vordergrund. Neue Fertigungstechnologien wie automatisierte Abstandhalterproduktion steigern die Produktivität, während Vakuumisolierglas mit CE-Kennzeichnung den Weg für breitere Anwendungen ebnet – insbesondere in der Sanierung, wo hohe Dämmleistung bei geringer Dicke gefragt ist. Gleichzeitig gewinnen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft an Bedeutung, etwa durch Recyclingprojekte für Altglas oder CO₂-reduzierte Produkte. Designglas und dekorative Oberflächen zeigen zudem, wie stark Glas als Gestaltungselement im Innenraum an Bedeutung gewinnt.
Auch wirtschaftliche und strukturelle Entwicklungen der Branche werden aufgegriffen. Der Fenstermarkt in Deutschland stabilisiert sich und zeigt perspektivisch Wachstum, während Österreich und die Schweiz stagnieren. Unternehmen reagieren mit Effizienzsteigerungen, neuen Vertriebsstrukturen und Investitionen in Automatisierung. Veranstaltungen und Branchentreffs verdeutlichen zudem, dass Themen wie serielles Bauen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zunehmend den Diskurs prägen.
Praxisberichte aus Projekten und Referenzen – vom Schulbau über Wohnquartiere bis zur Restaurierung historischer Gebäude – zeigen die Umsetzung moderner Fenster-, Fassaden- und Lüftungslösungen im realen Kontext. Besonders eindrucksvoll ist die Verbindung von Denkmalschutz und Innovation, etwa durch den Einsatz von Vakuumisolierglas in historischen Konstruktionen.
