Nachhaltige Technik für Gebäudehüllen AUF vergibt Nachhaltigkeitspreis für Fassadenkonzepte

Anfang Dezember 2025 feierte die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach ihre Absolventinnen und Absolventen. In diesem Rahmen wurde zum zweiten Mal der mit 5.000 Euro dotierte Nachhaltigkeitspreis "Konstruktiver Aluminiumbau" des AUF verliehen.

Professorin Isabelle Simons (r.), Thomas Lauritzen (2.v.r.) und Walter Lonsinger (l.) übergaben den Nachhal-tigkeitspreis "Konstruktiver Aluminiumbau 2025" an die Preisträgerinnen und Preisträger.
Professorin Isabelle Simons (r.), Thomas Lauritzen (2.v.r.) und Walter Lonsinger (l.) übergaben den Nachhaltigkeitspreis "Konstruktiver Aluminiumbau 2025" an die Preisträgerinnen und Preisträger. - © Fotoatelier Mosbach

Die Recycling-Initiative will mit dem Nachhaltigkeitspreis gezielt das Interesse und die Kompetenzen angehender Bauingenieure bei der Planung nachhaltiger Fassadenprojekte fördern. Das Siegerteam bestand aus Lukas Firnigl, Lennart Heilig, Jonas Koch, Nicole Weller, Joshua Wernet und Dennis Winkelhofer. Überreicht wurde der Preis von Prof. Dr.-Ing. Isabelle Simons, Studiengangsleitung Bauingenieurwesen-Fassadentechnik der DHBW Mosbach, sowie dem AUF-Vorstandsvorsitzenden Thomas Lauritzen und dem Ehrenvorsitzenden Walter Lonsinger.

Recycling erlebbar machen

Der Nachhaltigkeitspreis "Konstruktiver Aluminiumbau" wurde erstmals im Jahr 2024 vom AUF (Aluminium und Umwelt im Fenster- und Fassadenbau) ausgelobt und ist mit 5.000 Euro dotiert. Als Preisgeld gehen 3.000 Euro an die Studierenden der erfolgreichen Gruppe. Für Exkursionen stehen 2.000 Euro zur Verfügung.

"Diese Mittel machen es möglich, Recycling und Kreislaufwirtschaft erlebbar zu machen. Geplant sind Besuche auf den Projektbaustellen, bei Schrottverwertern und in Aluminiumrecycling-Werken" betont Prof. Dr.-Ing. Isabelle Simons. "Solche Preise helfen uns dabei die Ausbildung besser zu gestalten und unsere Hochschule im Bildungsmarkt zu positionieren."

"Mit der Auslobung des Nachhaltigkeitspreises unterstreicht AUF sein Engagement für die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte", erläutert Thomas Lauritzen die Zielsetzung. Die Auszeichnung würdige kreative Ansätze, die die Zukunft des nachhaltigen Bauens neu definiere. Die Recycling-Initiative engagiert sich seit über drei Jahrzehnten für einen geschlossenen Wertstoffkreislauf für Aluminium aus Bauanwendungen.

Aluminium sei ein nachhaltiger Werkstoff, der einen festen Platz in der Zukunft der Bauwirtschaft habe, so Lauritzen weiter. Deshalb ist für ihn die gute Ausbildung und Information der Studierenden ein vorrangiges Anliegen. "Die jungen Fassadenspezialisten werden neue Wege finden, um Bau- und Sanierungsaufgaben zu lösen."

Kriterien für die Preisvergabe

Die Jury legte bei der Vergabe des Preises mehrere Kriterien zugrunde. Im Mittelpunkt der Bearbeitung sollte natürlich die Nachhaltigkeit stehen, insbesondere die Themen Recycling und Wiederverwendung von Aluminium. Darüber hinaus sollten die Arbeiten auch die Kreislaufwirtschaft von Glas sowie Fragen der Isolierung berücksichtigen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der konstruktiven Ausarbeitung. Die Studierenden sollten aufzeigen, welche Handlungsschritte ein Metallbaubetrieb bereits im Vorfeld eines Projekts beitragen kann. Gefordert waren konkrete konstruktive Vorschläge sowie alternative Lösungsansätze, die sich in der Praxis umsetzen lassen.