Der Vorstand des Maschinenbauers Homag schrumpft von drei auf zwei Mitglieder. Gleichzeitig ordnet das Unternehmen zentrale Geschäftsbereiche neu zu – mit Folgen für Vertrieb, Marketing und Portfoliostrategie.

Die Homag Group mit Sitz in Schopfloch hat zum 1. Januar 2026 ihre Führungsstruktur neu aufgestellt. Der Vorstand besteht nach Unternehmensangaben künftig nur noch aus zwei Mitgliedern: Dr. Daniel Schmitt als Vorstandsvorsitzendem (CEO) und Rainer Gausepohl als Finanzvorstand (CFO). Zuvor umfasste das Gremium drei Personen.
Anlass für die Verkleinerung ist das Ausscheiden von Dr. Sergej Schwarz zum 31. Dezember 2025. Er habe eine neue Aufgabe innerhalb des Dürr-Konzerns übernommen, dem Homag seit Oktober 2014 mehrheitlich gehört.
Neue Zuständigkeiten im Vorstand
Im Zuge der Umstrukturierung hat Homag die Aufgaben zwischen den beiden verbliebenen Vorstandsmitgliedern neu verteilt. CEO Schmitt übernimmt die Verantwortung für den Anlagenbau (Plant Engineering) einschließlich des Projektvertriebs (Project Sales). Hinzu kommen die Bereiche Production & Engineering sowie die strategischen Funktionen Forschung und Entwicklung (R&D), Industrial Engineering und Portfolio Management.
CFO Gausepohl verantwortet künftig den Bereich Strategic Management Processes. Zusätzlich fallen die Bereiche Software & Digital sowie Sustainability in seinen Zuständigkeitsbereich.
Vertrieb und Marketing: Globale Aktivitäten unter neuer Leitung
Unterhalb der Vorstandsebene gibt es ebenfalls personelle Veränderungen. Frederik Meyer übernimmt die Leitung des Bereichs Global Sales. Das Marketing integriert das Unternehmen künftig in diesen Bereich. Meyer verantwortet bereits Global Pricing und Global Partner Management. In seiner erweiterten Rolle soll er die Weiterentwicklung der weltweiten Vertriebs- und Marketingaktivitäten maßgeblich gestalten, wie Homag mitteilt. Er berichtet direkt an Vorstandsvorsitzenden Schmitt.
Achim Homeier, der bislang für das Marketing zuständig war, konzentriert sich künftig vollständig auf den Ausbau des strategischen Portfolio Managements. Damit stärke Homag seine strategische Ausrichtung und schaffe die Basis für eine konsequente Weiterentwicklung des Produktportfolios. Auch Homeier berichtet direkt an den CEO.
Mit der Neuaufstellung möchte der Anbieter von Produktionslösungen für die holzbearbeitende Industrie und das Handwerk nach eigenen Angaben klare Verantwortlichkeiten schaffen und so seine globale Marktposition weiter ausbauen.