Brandschutzfenster müssen robust sein – doch was, wenn Architekten filigrane Profile fordern? Sorpetaler zeigt, wie sich beides unter einen Hut bringen lässt.
Die Anforderungen an Brandschutz in Gebäuden wachsen: Neben den gesetzlichen Vorgaben rückt die architektonische Gestaltung stärker in den Fokus. Bei Fenstern sollen die sichtbaren Profilbreiten möglichst gering ausfallen, ohne dass die Feuerwiderstandsklassen beeinträchtigt werden. Sorpetaler mit Sitz in Sundern zeigt, welche konstruktiven Ansätze möglich sind und wie sich dabei Design und Sicherheit verbinden lassen.
Geprüfte Elemente für verschiedene Schutzklassen
Das Unternehmen bietet nach eigenen Angaben ein breites Spektrum an geprüften Brandschutzelementen. Dazu gehören festverglaste Elemente der Klassen F30, F60 und F90 gemäß DIN 4102-13 sowie Fenster mit Öffnungsflügeln in den Klassen EI30, EI60 und EI90, zertifiziert nach DIN EN 16034. Neben klassischen Einzelelementen seien auch öffenbare Oberlichter sowie gekoppelte Konstruktionen möglich. Das schaffe Vorteile bei komplexen Fassadenstrukturen und Objektplanungen.
Schlanke Profile als konstruktive Herausforderung
Eine zentrale Herausforderung im Brandschutzfensterbau liegt dem Hersteller zufolge in der Balance zwischen Robustheit, thermischer Isolation und optischer Schlankheit. Besonders in der Sanierung und im gehobenen Objektbau steige die Nachfrage nach Systemen mit dezenter Ansicht.
Sorpetaler setzt auf konstruktive Lösungen, die es ermöglichen, EI30-Fenster bereits ab einer Bautiefe von 78 Millimeter zu fertigen. Die resultierende Flügelansichtsbreite von 85 Millimeter liege deutlich unter zahlreichen marktüblichen Systemen. Für Anwendungen, in denen besonders filigrane Ansichten gefordert sind, bietet das Unternehmen noch schmalere Varianten: 72 Millimeter Flügelansichtsbreite bei EI30 und 78 Millimeter bei EI90. Das System gehöre damit zu den schlankeren Brandschutzlösungen im Holzfenstersegment – ohne Kompromisse bei Stabilität, Funktionalität oder Zertifizierung.
Mehr Gestaltungsspielraum für Architekten
Die reduzierten Ansichtsbreiten eröffnen Architekten zusätzliche Freiheiten, wie Sorpetaler mitteilt. Die schmalen Profile ermöglichten klare Linienführungen und ließen sich harmonisch in moderne wie traditionelle Fassadenkonzepte integrieren. Gleichzeitig bieten die geprüften Feuerwiderstandsklassen Sicherheit in Flucht- und Rettungswegen, Treppenhäusern oder Brandabschnitten – ein Bereich, in dem optische Zurückhaltung bislang häufig nur eingeschränkt möglich gewesen sei.
