GFF Exklusiv "Der Bestand bleibt erhalten und wird lediglich minimalinvasiv ertüchtigt."

An der Eschersheimer Landstraße 60-62 in Frankfurt wird die Fassade eines elfgeschossigen Bürogebäudes im laufenden Betrieb saniert. Zum Einsatz kommt dabei ein von Wicona und Bonik Sustainable Facade (BSF) projektspezifisch zugeschnittener Sanierungsflügel. Über dessen Besonderheiten sprachen wir mit Dietmar Brüderl von Wicona.

Dietmar Brüderl ist bei Wicona Projekt Service Direktor. - © Wicona

GFF: Sie haben für das Projekt Eschersheimer Landstrasse 60 einen speziellen Sanierungsflügel konzipiert. Was sind dessen Eigenschaften und inwieweit eignet sich die Lösung auch für andere Bauvorhaben?

Dietmar Brüderl: Zu Beginn stand die Prüfung des vorhandenen Bauanschlusses: Nur wenn Befestigung, Statik und bauphysikalische Anforderungen erfüllt sind, lässt sich eine solche Lösung wirtschaftlich und sicher umsetzen. Da dies bei dem Projekt gegeben war, konnte nach dem üblichen Aufmaß ein deutlich effizienterer Ablauf folgen.

Statt die komplette Bestandskonstruktion auszubauen, wurde ein neuer Sanierungsflügel entwickelt, der in den vorhandenen Rahmen der Serie Wicline 60 eingehängt wird. Der Flügel verfügt über ein modernes Mitteldichtungssystem, zeitgemäße Beschlagtechnik und deutlich verbesserte Dämmwerte.

Der große Vorteil: Der Bestand bleibt erhalten und wird lediglich minimalinvasiv ertüchtigt. Das reduziert Aufwand, Eingriffe in die Gebäudehülle und Bauzeit erheblich. Zudem ist die Lösung übertragbar – sie eignet sich grundsätzlich für alle Gebäude, die in den 80er- und 90er-Jahren mit Wicline 60 realisiert wurden.

Das Gebäude wurde im laufenden Betrieb saniert, dabei mussten die Büroräume nur tageweise für den Fenstertausch gesperrt werden. Wie aufwändig war die entsprechende Planung und wie sah dann tatsächlich die Umsetzung in der Praxis aus?

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