42 Lehrkräfte aus ganz Deutschland trafen sich zur jährlichen Fortbildung in Vilshofen. Dabei übten sie scharfe Kritik an den geplanten Änderungen der Lehrpläne für Glaser und Fensterbauer.

Seit dem Jahr 2008 treffen sich Lehrkräfte, die in den Berufen Glaser und Fensterbauer unterrichten, regelmäßig zu einer selbstorganisierten Fortbildung. Das Konzept hat sich bewährt: Die jährlichen Treffen bieten den Teilnehmern Gelegenheit zum fachlichen Austausch und vermitteln praxisnahe Fortbildungsinhalte. In diesem Jahr war die Glaserabteilung des Staatliche Beruflichen Schulzentrums Vilshofen an der Donau Ausrichter der bundesweiten Glaserfachtagung.
Moderne Ausstattung beeindruckt Teilnehmer
Die 42 Lehrkräfte, die aus dem gesamten Bundesgebiet nach Vilshofen gekommen waren, zeigten sich vom neuen Schulgebäude und dessen Ausstattung begeistert. An verschiedenen Stationen vertieften sie spezielle Fachinhalte. Im Fokus standen das Fusen, die CNC-Glasbearbeitung, das Wasserstrahlen und der automatische Zuschneidetisch. Zusätzlich erhielten die Teilnehmer eine Einführung in die Arbeit mit MS-OneNote sowie die Möglichkeit, Lerninhalte untereinander auszutauschen.
Scharfe Kritik an geplanten Lehrplanänderungen
Einen zentralen Punkt der Tagesordnung bildeten die Pläne zum neuen Lehrplan für Glaser und Fensterbauer. Andreas Hart, Landesinnungsmeister des Bayerischen Glaser- und Fensterbauhandwerks, und Roger Möhle, Geschäftsführer der Glaser-Innung Niedersachsen, informierten ausführlich über die geplanten Änderungen.
Die Informationen lösten eine intensive Diskussion aus. Die Lehrerinnen und Lehrer äußerten einhellig Kritik an den Reformplänen. Nach ihrer Einschätzung bringen diese Pläne die Berufe nicht voran, sondern behindern sie vielmehr. Die Pädagogen betonten, dass die Berufsschulen als wichtige Partner in der dualen Berufsausbildung bei derart zukunftsweisenden Entscheidungen mitwirken müssten.