Produktionsstrategie Roto setzt auf Kaizen und null Fehler

Roto Fenster- und Türtechnologie (Roto FTT) hat sein Produktionssystem neu ausgerichtet, und zwar unter dem Namen ROPEX: Road to Operational Excellence. Alle 18 Werke sollen nach denselben Prinzipien arbeiten.

ROPEX – Road to Operational Excellence – steht für den Weg zu exzellenten Prozessen entlang der Kriterien Qualität, Zeit, Nachhaltigkeit und Kosten. Das Ziel von Roto Frank Fenster- und Türtechnologie ist es, durch optimale Abläufe in allen 18 Werken ihres Unternehmensverbunds den Kundennutzen zu maximieren und die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. - © Roto FTT

Roto Frank Fenster- und Türtechnologie (Roto FTT) hat ein neues Produktionssystem eingeführt. Road to Operational Excellence (ROPEX) soll das bisherige Roto-Produktionssystem ersetzen und schlanke Prozesse, kontinuierliche Verbesserung und ein gemeinsames Werteverständnis in allen 18 Produktionswerken etablieren.

"ROPEX ist ein Produktionssystem, das unsere strategischen Ziele mit Operational Excellence verbindet – weltweit einheitlich, aber lokal anpassbar", sagt Dr. Stefan Thiemermann, Director Global Operations von Roto FTT. Das System zielt nach Unternehmensangaben darauf ab, durch stabile Prozesse, höchste Qualität und Liefertreue echten Mehrwert für Fenster- und Türenhersteller zu schaffen.

Vier Säulen bilden das Fundament

Das Produktionssystem basiert auf vier Prinzipien: null Fehler, Wertstrom, Agilität und Klarheit. Diese werden durch verschiedene Methoden wie Shopfloor-Management, Arbeitsplatzgestaltung und visuelles Management ergänzt. Die Basis bilden Mindset & Führung sowie der kontinuierliche Verbesserungsprozess Kaizen.

Der Null-Fehler-Ansatz zielt auf robuste Prozesse und präventive Fehlervermeidung durch die Methode Poka Yoke. Diese kommt dem Hersteller zufolge nicht nur in der Produktion zum Einsatz, sondern auch im vorgelagerten Produktentstehungsprozess. Die Wertstromorientierung fokussiert auf einen verschwendungsarmen Material- und Informationsfluss von der Kundenanfrage bis zur Auslieferung.

Agilität bedeutet, flexibel auf Marktveränderungen reagieren zu können. Das Unternehmen erreicht dies unter anderem durch vernetzte Systeme, konsequente Zugsteuerung und das Ausbalancieren von Kapazitäten und Zykluszeiten in der Fließfertigung. Klarheit steht für eine sichere, ergonomische Arbeitsumgebung, visuelle Standards zur Erkennung von Abweichungen und transparente Kommunikation.

Kaizen als zentrales Element

Ein zentrales Element ist der Kaizen-Gedanke – die kontinuierliche Verbesserung in kleinen, aber wirkungsvollen Schritten. Verbesserungsroutinen analysieren systematisch Probleme, testen Lösungen und standardisieren erfolgreiche Maßnahmen.

"Unser Ziel ist es, die Kaizen-Geschwindigkeit zu erhöhen, also Verbesserungen schneller umzusetzen und messbare Effekte zu erzielen", erläutert Stephan Strohbücker, Leiter Produktionsmanagement und Technologie bei Roto FTT. Er betont: "ROPEX ist kein starres System, sondern ein lebendiger Baukasten unterschiedlicher Methoden und Werkzeuge."

Führungskräfte als Vorbilder

Die Umsetzung der Road to Operational Excellence erfordert nach Unternehmensangaben ein wachstumsorientiertes Mindset bei Mitarbeitenden und Führungskräften. Die Roto-Führungsprinzipien setzen auf Vertrauen, Ergebnisorientierung und die Konzentration auf das Wesentliche. Führungskräfte sollen als Vorbilder handeln, Veränderungen aktiv gestalten und ihre Teams zu Höchstleistungen motivieren.

"Führung ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Wir übernehmen Verantwortung, möchten uns und unsere Mitarbeitenden stetig weiterentwickeln und leben eine positive Fehlerkultur", fasst Thiemermann zusammen.

Globale Umsetzung mit lokaler Anpassung

Das globale System ROPEX kommt in allen 18 Produktionswerken von Roto Frank Fenster- und Türtechnologie zum Einsatz, angepasst an lokale Gegebenheiten, aber mit einem gemeinsamen Verständnis und Ziel. Die Initiative startete im Jahr 2024 und wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Zum interdisziplinären Projektteam gehören Werk-Leiter, regionale Werk-Experten und globale Prozessverantwortliche am Unternehmens-Headquarter in Leinfelden-Echterdingen. "Alle 18 Werke arbeiten nach denselben Prinzipien. Das schafft Transparenz, Vergleichbarkeit und eine gemeinsame Sprache in der Produktion", fasst Thiemermann zusammen.

Das System stärkt nach Unternehmensangaben die Wettbewerbsfähigkeit, indem es Flexibilität, Effizienz und die Kraft zur Erneuerung fördert und den Austausch von Best Practices im weltweiten Produktionsverbund ermöglicht. Gleichzeitig unterstützt es die Umsetzung der gruppenweiten Roto-Klimaziele in der Produktion.