Brandschutzforum des ift Rosenheim in Nürnberg Reloaded: Das Geschäft mit der Sicherheit

Vom Potenzial mehrfach resilienter Systeme über die Kombinationsmöglichkeiten von Brandschutzglas bis hin zu rechtlichen Aspekten – das ift Brandschutzforum 2025 bot Experten eine Plattform, um sich über aktuelle Herausforderungen, neue Entwicklungen und nachhaltige Lösungen zu informieren. GFF fasst den zweiten Veranstaltungstag zusammen.

ift-Leiter Wilfried Häusler sprach über die Widerstandsfähigkeit und Wandlungsfähigkeit von Bauprodukten.
ift-Leiter Wilfried Häusler sprach über die Widerstandsfähigkeit und Wandlungsfähigkeit von Bauprodukten. - © Metzger

Herstellern, die sich mit Brandschutz oder anderen Anforderungen an die Sicherheit beschäftigen, prognostizierte ift-Leiter Prof. Dr. Winfried Heusler in seinem Eröffnungsvortrag gute Geschäftsaussichten. Denn angesichts zunehmender Natur-, Umwelt- und Systemgefahren nehme in der Gesellschaft die Bedeutung materieller Werte wieder zu.

Neue Lösungen: Resilienz-Prinzip als Basis

Der Baubranche riet Heusler, der damit verbundenen Forderung nach Sicherheit mit innovativen Ansätzen zu begegnen. Konkret regte er Lösungen an, die Störungen mithilfe verschiedener Resilienz-Strategien (Robustheit, Redundanz, Austausch-, Anpassungs-, Transformations-, Reaktions- und Antizipationsfähigkeit) bewältigen. Das größte Potenzial für Zukunftslösungen sieht er dabei in der Antizipationsfähigkeit. Neben dem Internet der Dinge (IoT) komme hier auch der Künstlichen Intelligenz (KI) eine Schlüsselrolle zu: „Wer beim Thema KI nicht ein Mindestmaß an Engagement zeigt, der schaut demnächst in die Röhre“, sagte Heusler.

Holzbau als Klimaretter

„Reforest the planet, retimber the cities“ – unter Verweis auf John Schellnhuber, den ehemaligen Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, legte Prof. Stefan Winter, Inhaber des Lehrstuhls für Holzbau und Baukonstruktion an der TU München, anschließend dar, warum nachhaltige Fortwirtschaft und die intensive Nutzung von Holz in der gebauten Umwelt der einzig realistische und bezahlbare Weg seien, um den Klimawandel zu begrenzen: „Holz speichert Kohlenstoff. Wenn wir unsere Wälder richtig bewirtschaften und das entnommene Holz langfristig in unserer gebauten Umwelt nutzen, reduzieren wir dauerhaft das CO2 in der Atmosphäre.“ Für Winter ist dieser Umstand nach eigenen Angaben die Hauptmotivation, intensiv für den Holzbau zu kämpfen.

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