Glasproduzenten stehen vor der Herausforderung, trotz steigender Energie- und Rohstoffpreise sowie strenger Umweltauflagen wirtschaftlich zu fertigen und dabei eine konstant hohe Produktqualität zu gewährleisten. Die intelligente Videotechnik von Pieper ermöglicht eine lückenlose Prozessbeobachtung, um die Fertigung zu optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu steigern.

Die Herstellung von Flachglas, auch Floatglas genannt, umfasst anspruchsvolle Arbeitsschritte – vom Vermengen der Rohstoffe über Schmelze, Floatbad und Kühlzone bis hin zum Zuschneiden des Endprodukts. Dabei können schon kleinste Abweichungen sowohl die Erzeugnisqualität als auch die Fertigungseffizienz deutlich beeinträchtigen.
Deshalb ist es für Hersteller entscheidend, durch präzise Prozessbeobachtung und -kontrolle eine fehlerfreie Produktion zu gewährleisten. Beispielsweise gilt es, Temperaturschwankungen bei der Schmelze, eine ungenügende Rohstoffqualität oder drohende Schäden an der Anlage frühzeitig zu identifizieren, um Probleme rechtzeitig beheben zu können. Mit herkömmlichen Methoden ist dies jedoch nur unzureichend möglich, weil sich gerade schwer einsehbare Hochtemperaturbereiche nicht oder nur unter schwer kalkulierbaren Risiken kontrollieren lassen.
Automatisierte Produktion mit reibungsloser Prozesskette
Die digitalen, softwaregestützten Prozessüberwachungslösungen von Pieper unterstützen Glasproduzenten dabei, jeden einzelnen Schritt der Produktionskette präzise und effizient zu überwachen. Dazu ist visuelle, thermographische und/oder sensorbasierte Kameratechnik erforderlich, die speziell auf die Extrembedingungen in der Glasindustrie ausgelegt ist. An der Einlegemaschine überprüfen visuelle, wassergekühlte Kameras die korrekte und unterbrechungsfreie Rohstoffzufuhr zur Schmelzwanne. Dort kontrolliert eine Thermalkameraüberwachung den Außenbereich des Schmelzofens auf minimale Schäden, um die Sicherheit zu erhöhen sowie hohe Energie- und unvorhergesehene Reparaturkosten zu vermeiden.
Im sensiblen Innenbereich des Ofens und zur Beobachtung der gleichmäßigen Verteilung der Glasschmelze in der Abstehwanne kommen spezielle Feuerraumsonden zum Einsatz: Sie prüfen Flammenbild, Erdgasbrenner und Masse und sorgen für eine optimal vorbereitete Glasschmelze zur Weiterverarbeitung im Floatbad. Hier ist laut Pieper eine genaue Prozessüberwachung besonders wichtig, weil die ideale Weiterverarbeitung der Glasschmelze über die Qualität der Erzeugnisse und Anlageneffizienz entscheidet. Mit Feuerraumsonden können Glashersteller das komplette Floatbad erfassen und über eine Analysesoftware Gesamtbild, Toproller-Position und Heizstäbe kontrollieren sowie kontinuierlich Brutto- und Nettobreiten der Glaskanten analysieren, um bei Differenzen sofort einzuschreiten. Auch die endgültige Prüfung des Erzeugnisses in Einschnürung und Auslauf lässt sich durch Feuerraumsonden und visuelle Kameras unterstützen.