Der Bundesverband Pro Holzfenster hat fünf zentrale politische Forderungen für die kommende Legislaturperiode formuliert – und liefert Vorschläge zur praktischen Umsetzung gleich mit.

Deutschland hat gewählt – und auch der deutsche Holzfensterbau blickt mit Spannung auf die künftige Regierungsbildung. Für den Bundesverband Pro Holzfenster (BPH) ist klar: Die bundespolitischen Weichen, die in den kommenden vier Jahren gestellt werden, werden die Branche entscheidend prägen.
Vor diesem Hintergrund hat der Verband fünf zentrale politische Forderungen für die kommende Legislaturperiode formuliert:
- Verwendung von Holz im Bauen unterstützen
- Sanierungsstau auflösen
- Heimische Rohstoffversorgung sichern
- Bürokratie und Berichtspflichten reduzieren
- Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern
Die Forderungen übersetzt der Verband in 16 konkrete Umsetzungsvorschläge – von der Novellierung der Altholzverordnung bis hin zu steuerlichen Sonderabschreibungen für gewerbliche Sanierungen im Wohn- und Nichtwohnbau.
Das sind die Vorschläge des Verbands
Zu Punkt 1 (Verwendung von Holz im Bauen unterstützen) schlägt der Bundesverband Pro Holzfenster vor:
- Berücksichtigung von Holzfenstern in der Holzbauinitiative des Bundes
- Einführung einer effektiven CO2-Bepreisung
- Ganzheitliche klimapolitische Bewertung von Bauelementen bei der Gebäudebilanzierung (inkl. grauer Energie)
- Abbau von Hemmnissen zur stofflichen Weiterverwendung von Altholz
Zu Punkt 2 (Sanierungsstau auflösen) schlägt der Verband vor:
- Steuerliche Sonderabschreibung für gewerbliche Sanierungen im Wohn- und Nichtwohnbau
- Höhere Förderzuschüsse bei Sanierungs-Einzelmaßnahmen für Haushalte mit geringen bis mittleren Einkommen
- Einführung von Mindesteffizienzstandards für Bestandsgebäude
Zu Punkt 3 (Heimische Rohstoffversorgung sichern) schlägt der Verband vor:
- Weitere Flächenstilllegungen unterlassen
- Die deutsche Forstwirtschaft beim nachhaltigen Waldumbau unterstützen
- Einen ökologisch und ökonomisch ausbalancierten Nadelholzanteil erhalten
Zu Punkt 4 (Bürokratie und Berichtspflichten reduzieren) schlägt der Verband vor:
- Unterstützung Omnibus-Initiative der Europäischen Kommission, wo möglich Übertragung des Prinzips auf nationale Gesetze und Verordnungen
- Systematische Überprüfung und Straffung von Berichtspflichten für Handwerksbetriebe und KMU
- Einführung der Gebäudeklasse E
Zu Punkt 5 (Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern) schlägt der Verband vor:
- Individuelle Mobilität fördern, Azubi-Tickets bundesweit etablieren und den öffentlichen Personennahverkehr durch innovative Angebote ergänzen
- Breitbandversorgung und 5G flächendeckend ausrollen
- Das Angebot öffentlicher Kinderbetreuungs- und Pflegeeinrichtungen ausbauen und flexibilisieren
Detailliert aufgelistet sind die fünf Forderungen und 16 Umsetzungsvorschläge des BPH in diesem PDF.