Schollglas übernimmt Bartelt Glas in Berlin: Das gab das niedersächsische Unternehmen Mitte Januar bekannt. Wir sprachen mit Sven Völlmer von Schollglas Invest über die Ziele der Akquise sowie die Chancen und Herausforderungen für deutsche Isolierglashersteller in den kommenden Jahren.

GFF: Bartelt erhält nach Ihren Angaben durch den Zusammenschluss mit Schollglas Zugang zu innovativen Technologien und Produkten und eine verbesserte Lieferperformance. Können Sie das genauer ausführen?
Sven Völlmer: Wenngleich Bartelt Glas Berlin gut aufgestellt ist, um den Glasbedarf für den Baubereich, hauptsächlich im Interieur abzubilden, verfügt die Schollglas Unternehmensgruppe über ein wesentlich breiteres Spektrum an individuellen Veredlungstechniken sowie Prozess-Knowhow in der Glasproduktion für weitere Anwendungen und Branchen, allem voran Isolierglas.
Das Team von Bartelt kann damit sofort auf ein wesentlich größeres Produktportfolio und den direkten Draht zu Spezialisten mit Kundennähe in weiteren Schwerpunkten im neuen Kollegenkreis zurückgreifen. Zudem sehen wir schon heute große Synergievorteile bei der Intralogistik.
Sie erwarten auch künftig in Berlin eine hohe Bautätigkeit. Gilt das eher für den Objektbereich oder auch für den Wohnbau? Berlin gilt ja aufgrund der Mietpreisbremse als herausfordernder Immobilienmarkt.