Die Oknoplast Gruppe hat die Zertifizierung nach ISO 14001 für ein nachhaltiges Umweltmanagementsystem erhalten. Ziel des Unternehmens ist es, den ökologischen Fußabdruck weiter zu reduzieren. Zuletzt wurde am Hauptsitz im polnischen Ochmanów bei Krakau ein neuer Ofen in Betrieb genommen, der die Emissionen in der Abteilung für Profilfurniere um bis zu 95 Prozent reduziert.

Die ISO 14001 legt Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem fest, mit dem eine Organisation ihre Umweltleistung verbessern, rechtliche und sonstige Verpflichtungen erfüllen und Umweltziele erreichen kann. Zentrale Elemente der internationalen Norm sind dabei die Festlegung von Umweltzielen und entsprechenden Maßnahmen, Zuständigkeiten und Verfahrensweisen sowie deren Umsetzung. Eine Überprüfung im Hinblick auf die Umweltziele und die Umweltleitlinien der Organisation sowie eine permanente Anpassung runden die Anforderungen ab.
Energieintensive Geräte erfolgreich ersetzt
Oknoplast setzt diese Vorgaben auf zwei Ebenen um: Zum einen wird der Maschinenpark regelmäßig modifiziert, indem energieintensive Geräte ausgemustert und durch energiesparende Geräte ersetzt werden. Ferner investiert das Unternehmen in erneuerbare Energiequellen. So wird etwa in den Hallen eine Lufttrennung durchgeführt, dank derer die warme Luft von der Hallendecke nach unten geleitet wird, um eine optimale Temperatur in den Räumen aufrechtzuerhalten. Auch durch Tore, die mit erhöhter Reaktionsgeschwindigkeit ausgestattet sind, wird der Wärmeverlust verringert.
Das Unternehmen hat zudem den Stromverbrauch in den Produktionshallen reduziert. Einer der wichtigsten Schritte bestand darin, die Innen- und Außenbeleuchtung durch LED-Dioden zu ersetzen, was im Zusammenspiel mit Lichtsensoren eine erhebliche Verringerung des Stromverbrauchs ermöglichte.
Neuer Ofen reduziert Schadstoffemissionen um 95 Prozent
Eine der größten Investitionen, die Oknoplast in letzter Zeit getätigt hat, war die Installation eines katalytischen Ofens im Wert von mehr als 280.000 Euro, der als Nachbrenner für flüchtige Verbindungen dient. Auf diese Weise konnten die Emissionen in der Abteilung für Profilfurniere um bis zu 95 Prozent reduziert werden. Anstelle von Schadstoffen wird nun fast nur noch Wasserdampf in die Atmosphäre abgegeben. Darüber hinaus gewinnt Oknoplast die Wärme aus dem Temperofen zurück und nutzt sie zur Beheizung der Räume. In Anbetracht der Tatsache, dass die Furnierabteilung für 78 Prozent der Gesamtemissionen des polnischen Werks am Hauptsitz in Ochmanów bei Krakau verantwortlich war, ist die Installation des neuen Geräts einer der wichtigsten Schritte bei der Umsetzung der Umweltmaßnahmen des Familienunternehmens. Zusätzlich wurde die Abteilung für Profilfurniere versiegelt, wodurch der Produktionsprozess noch luftdichter wird und Stoffe, die sich negativ auf die Luftqualität auswirken, nicht mehr entweichen können.
"Wir sehen die wachsenden Erwartungen der Kunden und die Notwendigkeit, nicht nur auf die Qualität unserer Produkte zu achten, sondern auch auf die Art und Weise, wie sie hergestellt werden", sagt Jens Eberhard, Geschäftsführer von Oknoplast Deutschland. "Deshalb konzentrieren wir uns bei jeder Investition darauf, die Produktion zu verbessern sowie die Auswirkungen auf die Umwelt so weit wie möglich zu reduzieren."
Die Auswirkungen aller Umweltmaßnahmen im polnischen Stammwerk sind mittlerweile vollständig quantifizierbar. In den Produktionshallen ist der Gasverbrauch im Vergleich zur vorangegangenen Heizperiode um 50 Prozent gesunken. Auch der Stromverbrauch wurde deutlich reduziert. Die Umsetzung aller Anforderungen der Umweltmanagementnorm führte zum Zertifikat ISO 14001.