Wo jugendliche Dynamik auf väterliche Erfahrung trifft 75 Jahre Pfänder Fensterbau

Neben seinem Vater Helmut leitet Christoph Pfänder in dritter Generation die Geschicke des Familienbetriebs Pfänder Fensterbau. Ihr Erfolgsrezept: ein hohes Maß an Fachkompetenz, Leidenschaft – und die richtige Mischung aus Tradition und Moderne.

Pfänder Jubiläum Urkundenübergabe
75-Jahr-Feier: Waldemar Dörr (li.) und Jürgen Sieber (re.) überreichen im Namen des Fachverbands GFF BW eine Ehrenurkunde an die Geschäftsführer Christoph (2.v.li.) und Helmut Pfänder. - © Pfänder Fensterbau

In der lichtdurchfluteten Produktionshalle in Beuren herrscht eine konzentrierte Atmosphäre. Alle Mitarbeiter wissen genau, welche Arbeitsschritte erforderlich sind, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. In Präzisionsarbeit werden die Rahmenrohlinge aus Holz zunächst auf die richtige Größe zugeschnitten und in einem CNC-Bearbeitungszentrum auf den Zehntelmillimeter genau gefräst. Im nächsten Schritt werden die Profile verleimt.

Im Anschluss an die Oberflächenkontrolle können die Rahmen mit der entsprechenden Oberflächenfarbe behandelt werden. Nach dem Beschlag-Einbau erfolgt das Einsetzen der wärmegedämmten Isolierglasscheiben. Rahmen und Flügel werden zusammengefügt und es folgt eine anschließende Funktionskontrolle – fertig ist ein individuell geplantes und angefertigtes Fenster aus der Werkstatt von Pfänder Fensterbau, bereit für die Montage beim Kunden vor Ort.

Pfänder Fensterbau: 75-Jahr-Feier in großem Rahmen

So läuft die Fertigung bei Pfänder an einem gewöhnlichen Arbeitstag ab. Mitte Juni war alles anders. Da feierte der Handwerksbetrieb in seinen Räumlichkeiten Jubiläum: Pfänder Fensterbau wurde im Jahr 1948 gegründet und besteht seit mittlerweile 75 Jahren. Zelebriert wurde dieser Meilenstein mit einem Festakt sowie einer großen Abendveranstaltung. Zu den insgesamt mehr als 250 geladenen Gästen gehörten neben den eigenen Mitarbeitern u.a. Architekten, Lieferanten, Geschäftspartner sowie Vertreter aus Wirtschaft und Politik. Auch Jürgen Sieber, Vorsitzender des Fachverbands GFF BW, machte seine Aufwartung. Gemeinsam mit Hauptgeschäftsführer Waldemar Dörr überreichte er eine Ehrenurkunde an die Geschäftsführer Helmut und Christoph Pfänder.

Das waren die Anfänge der Firma

Neben seinem Vater leitet Christoph Pfänder heute in dritter Generation die Geschicke des Familienunternehmens, für das sein Großvater Albert Pfänder 1948 den Grundstein legte. "Er sah auch in noch so ausgefallenen Kundenwünschen immer eine Herausforderung und begab sich mit Forscherdrang gerne auf technisches Neuland. Es gelang ihm stets, seine Kunden mit seinen Leistungen zu überzeugen", sagt Christoph Pfänder in Erinnerung an den Firmengründer. "An dieser Firmenphilosophie hat sich bis heute nichts geändert und das Ziel, das Optimale für unsere Kunden zu bieten, ist unverändert."

Anfangs befanden sich die Produktionsräume in einer ehemaligen Nagelschmiede in der Beurener Ortsmitte. "Damals war fast alles Handarbeit und Maschinen waren eine Rarität", berichtet Christoph Pfänder. Schnell musste Albert Pfänder seine Räumlichkeiten erweitern. Er entschied sich zum Kauf eines alten Bauernhauses in der Linsenhofer Straße 49 in Beuren, das er als Werkstatt und Wohnhaus umbaute. Dort sollte dann bis 1990 der Firmensitz sein. Die Geschicke der Firma leitete er zusammen mit seiner Ehefrau Gertrud Pfänder.

Den Erfolg weiter ausbauen

Firmensitz Drohnenaufnahme
Seinen Sitz hat Pfänder Fensterbau in Beuren im Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg. - © Pfänder Fensterbau

Ende der 1980er-Jahre war der Punkt erreicht, sich nach einer geeigneten Neubaufläche umzuschauen. Mittlerweile arbeitete auch Sohn Helmut im väterlichen Betrieb mit. Im Beurener Gewerbegebiet Morglach in der Morglachstraße 5, dem heutigen Firmensitz, fand die Firma Pfänder das ideale Grundstück. Im Juli 1989 begannen die ersten Arbeiten an der neuen Produktionshalle und schon Anfang Januar 1990 startete die Produktion am neuen Standort.

Helmut Pfänder, Sohn des Firmengründers und heutiger Seniorchef, möchte zunächst eine kaufmännische Laufbahn einschlagen. Nach seinem Abschluss als Kaufmann im Baubeschläge-Großhandel sah auch alles danach aus. Zwischenzeitlich zeigte sich bei ihm jedoch eine große Begeisterung für das Glaserhandwerk. Außerdem fühlte er sich dem elterlichen Betrieb sehr verbunden. So begann er eine zweite Ausbildung als Glaser und Fensterbauer und hatte nach zwei Jahren seinen Abschluss mit sehr guten Ergebnissen in der Tasche.

„Wir lieben und leben das einfach“

Berufsbegleitend absolvierte Helmut Pfänder anschließend den Meisterkurs in Ulm und im Anschluss daran an der Gewerblichen Akademie für Glas-, Fenster- und Fassadentechnik in Karlsruhe. Dort legt er mit großem Erfolg als erster Bundessieger die Meisterprüfung im Glaserhandwerk ab. Mit diesem substanziellen Rüstzeug fungiert er als Geschäftsführer der Firma Pfänder Fensterbau. Ihm zur Seite steht all die Jahre seine Ehefrau Karin Pfänder, die sich um Büro, Buchhaltung und Personal kümmert.

Mit viel Herzblut, Begeisterung, Fleiß und Überzeugung festigten sie das Fundament des erfolgreichen Familienunternehmens. "Wir lieben und leben das einfach", lautet die Devise. Heute blicken sie mit Stolz und Dankbarkeit auf das Erreichte. "75 Jahre Engagement, Innovation, Freude, Verbindungen – aber auch Stress und Mühe im Alltag. Wer jedoch Spaß am Arbeiten hat, geht mit Herzblut und voller Motivation ans Werk, und dementsprechend wird auch das Ergebnis sein", sagte Helmut Pfänder im Rahmen der Jubiläumsfeier.

Die Zukunft zielgerichtet gestalten

Die Zukunft des Betriebs liegt in den Händen seines Sohnes. An ihn wandte sich der Seniorchef am Ende seiner Rede: "Es ist nicht wichtig, wie viele Dinge du tust, sondern dass du die wichtigen Dinge tust, und es geht nicht darum, was dir im Leben passiert, sondern wie du darauf reagierst. Ein neues Leben kannst du nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag."

Christoph und Helmut Pfänder
Christoph (li.) und Helmut Pfänder sind die Geschäftsführer von Pfänder Fensterbau. - © Pfänder Fensterbau

Christoph Pfänder tritt zielgerichtet, wohlüberlegt und gut vorbereitet in die väterlichen und großväterlichen Fußstapfen. Im September 2012 legte er mit gutem Erfolg die Meisterprüfung an der Gewerblichen Akademie für Glas-, Fenster- und Fassadentechnik in Karlsruhe ab. Als Glaser, Fachrichtung Fensterbau, und Metallbauer in der Fachrichtung Konstruktionstechnik, besitzt Christoph Pfänder darüber hinaus zwei Gesellenbriefe. Zusammen mit dem Meistertitel ist er bestens für die Firmennachfolge gerüstet und stellt sich den unternehmerischen Herausforderungen.

"Natürlich gibt es immer wieder Zeiten, wo Tradition auf Moderne stößt. Aber das gemeinsame Tun, verbunden mit Erfahrung und jugendlicher Dynamik, ist eine ideale Symbiose, die uns voranbringt", sagte Christoph Pfänder in seiner Ansprache bei der Jubiläumsveranstaltung. Er fügte an, dass die Ziele des Unternehmens freilich nur mit einer guten Mannschaft zu erreichen seien, die fundiertes Wissen mitbringt und Einsatzbereitschaft zeigt. "Unsere Ziele könne wir nur gemeinsam erreichen, wenn wir dranbleiben und mit unserer täglichen Routine darauf hinarbeiten." Gleichermaßen sei es wichtig, immer wieder die Komfortzone zu verlassen. "Der Erfolg liegt außerhalb der Komfortzone", betonte Pfänder.

Nachhaltigkeit, Regionalität und kreativer Fensterbau

Zur Kernkompetenz der Firma Pfänder gehört das Herstellen von Holz/Aluminium-Fenstern. Im Zeichen von Nachhaltigkeit und Regionalität werden bevorzugt heimische Hölzer verwendet. Auch umfangreichere Stückzahlen für große Bauvorhaben können dem Unternehmen zufolge termingerecht ausgeliefert werden. Solide Handwerksarbeit und moderne Ausführung kennzeichnen die Produkte. Individuelle Maßarbeit ist selbstverständlich, mitunter sind kreative Lösungen gefragt. Zahlreiche Referenzobjekte im öffentlichen, gewerblichen und privaten Sektor zeugen davon.

Neubau, Renovierung und Sanierung im Denkmalschutz

Pfänder Fenster ist eine etablierte Fachadresse, wenn es um Neubau, Renovierung und Sanierung im Denkmalschutz geht. Zur Produktpalette gehören Wintergärten, Überdachungen, Haustürelemente, Ganzglas-Konstruktionen, Rollläden, Sonnenschutzanlagen sowie Insektenschutzgitter. Zudem bietet das Unternehmen einen leistungsstarken Kundendienst. Reparieren heißt nicht einfach austauschen. Da die Mitarbeiter über fundiertes Fachwissen verfügen, können sie Schäden oder Mängel an Türen, Fenstern oder Glas-Bauelementen fachgerecht ausbessern.

Die Kunden wissen das Know-how und die Zuverlässigkeit des regionalen Fachbetriebs zu schätzen, bei dem sie alles aus einer Hand bekommen: von fundierter Beratung über Planung und Fertigung bis hin zu Montage mit eigenem Fachpersonal.