Am zweiten Tag der Rosenheimer Fenstertage ging es um einen neuen Ansatz für den Nachweis der Befestigung bei absturzsichernden Fenstern sowie um unabwendbare Ereignisse und ihre Auswirkungen auf Bauverträge. Einen weiteren Vortrag diskutierten die Teilnehmer kontrovers.

Am zweiten Tag der Rosenheimer Fenstertage 2022 standen die Themenblöcke Architektur und Technik, Forschung, Aktuelle Themen, Herausforderung Klimaschutz sowie das abschließende Impulsreferat auf der Agenda. GFF fasst ausgewählte Vorträge zusammen.
Befestigung: Warum die ETB-Richtlinie ein Update braucht
Prof. Dr. Benno Eierle von der TH Rosenheim sprach über absturzsichernde Fensterelemente und neue Ansätze für den Nachweis der Befestigung. Die ETB-Richtlinie „Bauteile, die gegen Absturz sichern“ fordert mit Blick auf Stoßbelastungen für jeden einzelnen Befestigungspunkt eine Tragfähigkeit von größer gleich 2,8 Kilonewton (Bruchlast).
Gerade bei hochwärmedämmendem Mauerwerk mit geringer Dübeltragfähigkeit kann das laut Eierle dazu führen, dass sich der Nachweis nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand – hinsichtlich der Ausführung der Befestigung – führen lässt. Die ETB-Regelung berücksichtigt allerdings nicht die Möglichkeit, dass sich beim Fenster die Aufpralllast auf mehrere Befestigungspunkte verteilen kann.
Untersuchungen zur Lastverteilung
Unter welchen Rahmenbedingungen eine Lastweiterleitung stattfindet und inwiefern sich daraus eine alternative Anforderung an die Stoßsicherheit der Befestigungsmittel von absturzsichernden Fenstern ableiten lässt, untersuchte ein Forschungsprojekt des ift Rosenheim unter der Mitwirkung von Eierle.
Mehr dazu lesen Sie in der Januar-Ausgabe der GFF.