Kongress von BF und GGF Branchentreffen in Regensburg

Die aktuelle Lage birgt Risiken für die Flachglasbranche, aber die mittel- und langfristigen Perspektiven sind sehr gut. Das war der Tenor auf dem zweitägigen Glaskongress in Regensburg.

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Die aktuelle Lage birgt Risiken für die Flachglasbranche, aber die mittel- und langfristigen Perspektiven sind sehr gut. Das war der Tenor auf dem zweitägigen Glaskongress in Regensburg. - © Dirks

"Wir freuen uns, dass es wieder so gut besucht ist", sagte BF-Geschäftsführer Jochen Grönegräs. Demnach nahmen rund 170 Besucher an der Tagung teil. Das Motto der Tagung lautete Wir sind Teil des Problems, aber auch Teil der Lösung.

In seiner Rede sagte BF-Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Arnold, dass sich wegen der Ukraine-Krise die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen täglich ändern. "Ich bin aber Optimist", sagte Arnold. Die Sanierung des Gebäudebestands in Deutschland sei politisch gewünscht. Das sei eine gute Nachricht für die Flachglasindustrie. Denn moderne Verglasung trage zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäude bei.

"Aktuell gibt es teilweise verschärfte Bedingungen", so Arnold mit Blick auf die Engpässe am Rohstoffmarkt und steigende Energiepreise. Langfristig sei die Perspektive für die Branche aber gut.

"Sprechen, sprechen, sprechen."

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Ende April fand der zweitägige Glaskongress von BF und GGF in Regensburg statt. Den Veranstaltern zufolge nahmen rund 170 Teilnehmer an der Veranstaltung teil. Motto der Tagung: „Wir sind Teil des Problems, aber auch Teil der Lösung.“ - © Dirks

Gegenwärtig seien Hersteller, Lieferanten und Kunden gleichermaßen von der Entwicklung betroffen. Aufgrund der Preisentwicklungen sei es nicht möglich, verbindliche Angebote für Projekte im kommenden Jahr zu machen. Arnold forderte alle Beteiligten auf, gemeinsam Lösungen zu suchen und Kompromisse zu finden. Aktive Kommunikation sei jetzt erforderlich. "Sprechen, sprechen, sprechen", sagte der BF-Präsident. Gleichwohl sei die Branche gefordert, mit der Zeit zu gehen und die Energieeffizienz auf allen Ebenen der Herstellung und Veredelung von Flachglas zu optimieren.

Artikel in Wochenzeitung Die Zeit sorgt für Gesprächsstoff

Arnold stellte den Tagungsteilnehmern einen Artikel der Wochenzeitung Die Zeit vor. Dem Beitrag zufolge könne der Bedarf an Flachglas in Deutschland notfalls auch durch Importe aus dem Ausland gedeckt werden. Ein Erdgas-Versorgungsstopp für die deutschen Flachglashütten sei folglich akzeptabel, so die Autoren des Beitrags.

Stellenwert der Flachglasindustrie deutlich machen

"Gehen Sie damit an Ihre lokalen Medien", sagte Arnold an die anwesenden Unternehmen gerichtet. "Sagen sie, welchen Beitrag wir leisten für Energieeffizienz und Klimaschutz." Die Photovoltaik-Industrie sei inzwischen komplett im Ausland ansässig, weil in Deutschland deren Wert nicht erkannt worden sei. Das dürfe sich bei Flachglas nicht wiederholen.

Arnold im Amt bestätigt

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Hans-Joachim Arnold bleibt Vorsitzender des BF-Vorstandes. Bei den Vorstandswahlen bestätigten die Mitglieder den Unternehmer Arnold im Amt. - © Dirks

Hans-Joachim Arnold bleibt Vorsitzender des BF-Vorstandes. Bei den Vorstandswahlen bestätigten die Mitglieder den Unternehmer Arnold im Amt.

Mehr über den Glaskongress in GFF 6/22, die Ausgabe erscheint am 28. Juni.

Glaskongress in Regensburg

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