Neben allem Leid und allen Veränderungen zeigt die Corona-Krise bislang, wie gut die Glasbranche aufgestellt ist und wie zukunftsträchtig ein konsequenter Wandel sein kann. Diese Auffassung vertritt Hegla-Geschäftsführer Bernhard Hötger im GFF-Gastkommentar.
Industrie 4.0, Digitalisierung und Fachkräftemangel – die Herausforderungen der glasverarbeitenden Betriebe sind vielfältig. Doch während die Pandemie viele Versäumnisse der Gesellschaft wie ein Brennglas herausgestellt hat, konnte sich die Glasbranche bislang gut behaupten. Einer der Gründe dürfte in der kontinuierlichen Weiterentwicklung zu finden sein, die sich seit Jahren in kleinen Schritten vollzieht. Die Vision der Glasverarbeitung als eng verzahnte Shop-Floor-Logistik war bereits in der Entstehung, bevor die Industrie 4.0 erstmals ein Thema war. Die Stückzahl eins, der automatische Glasfluss und die Sortiersysteme zeigen den frühen Fortschritt.
Glasbrancher mit großen Chancen
Umso mehr kann es eine Chance sein, den Fokus auf die Stärken der Gegenwart und nicht auf die Schwächen zu legen. Wie können Mitarbeiter als eine der wichtigsten Säulen eines glasverarbeitenden Betriebs noch besser unterstützt werden? Bei welchen Nebenaufgaben ist es möglich, diese zu entlasten, damit deren Arbeitsalltag noch produktiver und nutzerfreundlicher wird? Wie gestalten wir eine kontinuierliche Produktion auf optimalem Level? Welche Vernetzungen und Softwaretools bieten zusätzliche Vorteile? Mit welchen Veredelungen lassen sich zusätzliche Wertschöpfungen erschließen?
Ob durch die Laserveredelung von Scheiben zum mobilfunktauglichen oder zum Vogelschutzglas, der noch effizientere Zuschnitt von VSG durch Laserdiodentechnik, die Prozessunterstützung per App oder die Echtzeitoptimierung des Glaszuschnitts – es gibt mehr Möglichkeiten denn je, die Erfolgsfaktoren eines Betriebs für die Zukunft weiter zu stärken. Denn neben allem Leid und allen Veränderungen zeigt die Corona-Krise bislang, wie gut die Glasbranche aufgestellt ist und wie zukunftsträchtig ein konsequenter Wandel sein kann.
