Bericht in GFF 1/21 Mit Bleiverglasung erfolgreich eine Nische besetzen

Bleiverglasungen haben eine jahrhundertelange Tradition – ist diese Technik deswegen aus der Zeit gefallen? GFF hat nachgefragt, welche Fertigkeiten die alte Kunst verlangt, wie Betriebe das Know-how gewinnbringend einsetzen und welche Rolle das Thema heute im Meisterkurs spielt.

bleiverglasung
© Klingele

Wenn Glasermeisterin Julia Busch von der Berliner Glaserei Glas macht Spaß! das Foto einer fertiggestellten Bleiverglasung postet, kommt als Feedback aus ihrem Bekanntenkreis häufig der folgende Satz: „Hach, du hast sooooo einen tollen Job!“ Busch findet das amüsant – weil der Betrachter aus dem optisch schönen Ergebnis schließe, dass auch die Arbeit schön sein muss. Im Fall der Bleiverglasung stimme das indessen nur bedingt.

Warum sie ihre Arbeit dennoch liebt? „Das fertige Objekt macht auch für mich am Ende den Reiz aus. Die Vorstellung, dass etwas, was ich mit meinen Händen erarbeitet habe, noch in Jahrzehnten anderen Menschen Freude macht, ist ganz wunderbar.“

Viele Meisterschüler in Karlsruhe haben Spaß an der Bleiverglasung

An der Fachschule für Glas-, Fenster- und Fassadenbau in Karlsruhe ist Bleiverglasung nach wie vor fester Bestandteil des Unterrichts für Meisterschüler. Gabi Körner, Inhaberin des gleichnamigen Glasgestaltungs-Betriebs in Herxheim-Hayna, ist nicht nur ausgewiesene Expertin auf ihrem Gebiet, sie gibt ihr Wissen auch gerne weiter.

An der Fachschule unterrichtet sie angehende Glasermeister u.a. in der Technik der Bleiverglasung. „Die Meisterschüler müssen in der Lage sein, eine Bleiverglasung anzufertigen. Es handelt sich um eine tradierte Technik, die zum Glaserhandwerk dazugehört“, freut sich Körner, dass sie die Handwerkskunst an die nächste Generation weitergeben darf.

Worauf sie dabei genau achtet und was Meisterschüler von Bleiverglasung halten, lesen Sie in Ausgabe GFF 1/21, die am 8. Januar erscheint.