Premiere des Digitalformats Drei Tage Full Power auf glasstec Virtual

Um die Brücke zur glasstec 2021 zu schlagen, fand vom 20. bis zum 22. Oktober 2020 erstmals die glasstec Virtual statt. Hier lesen Sie, wie der digitale Informationsaustausch in Zeiten der globalen Pandemie funktioniert hat.

Im Exhibitor Showroom stellten rund 800 Aussteller ihre Lösungen vor. Vertiefende Einblicke ermöglichten die 65 interaktiven Websessions, in denen Unternehmen wie Hegla ihre Produkte in Kurzvorträgen präsentierten. - © Friedrichs

Mit ihrem Konzept setzte die glasstec Virtual auf die digitale Wissensvermittlung, neue Präsentationsmöglichkeiten für Aussteller und Online Networking. Laut Messe Düsseldorf nutzten mehr als 10.000 Fachleute aus gut 110 Ländern die Möglichkeiten. Der Anteil internationaler Teilnehmer lag bei 73 Prozent, Top-Besucherländer waren die USA, Italien, UK, Indien und Deutschland. Zudem gab es insgesamt mehr als 120.000 Seitenaufrufe.

Exhibitor Showroom mit interaktiven Websessions

Von A wie Antriebstechnik bis Z wie Zubehör – im Exhibitor Showroom stellten zirka 800 Aussteller aus 44 Ländern Lösungen in Form von Produkt- und Ausstellervideos vor. Einen vertiefenden Einblick ermöglichten die 65 interaktiven Websessions, in denen die Unternehmen ihre Produkte und Lösungen in 30-minütigen Vorträgen präsentierten. Dabei war u.a. Hegla. Markus Schoisswohl ("Making glass lifting light weight"), CEO von Hegla New Technology, gab einen Überblick über das Portfolio bei Vakuumhebe- und Sauggeräten. "Immer höhere Anforderungen an die Sicherheit und Produktivität erfordern ein Umdenken bei den Hebegeräten", sagte er. Hegla hat dazu V-H 150 Seculift neu entwickelt. Besser zu bedienen, mit einem intuitiven Steuerungskonzept und der Option zur Anbindung als IoT Device: Das Sauggerät ist nicht nur noch funktionaler im vertikal-horizontalen Glashandling, sondern hohe Sicherheitsstandards für den täglichen Einsatz an Schneidanlagen, Öfen oder Laminier-Linien.

Digitaler Zwilling spart Kosten und Entwicklungszeit

Tobias Wachtmann ("Twins rarely occur alone"), Leiter Vertical Glass&Solar bei Siemens, erläuterte, wie der Konzern seine Kunden auf dem Weg hin zur digitalen Transformation unterstützt. Das Cloud-basierte IoT-Betriebssystem MindSphere von Siemens verbindet Produkte, Anlagen, Systeme und Maschinen, u.a. in der Glasindustrie. Laut Wachtmann profitieren Kunden von höherer Flexibilität, Qualität der Produkte, Zeitgewinn, geringeren Kosten, einer gesteigerten Produktitivät und der besseren Auslastung ihrer Kapazitäten. So stellte Grenzebach Tin-Air-Speed-Stacker (TASS) mit neuartiger Doppelarm-Kinematik zum Stapeln von Glasscheiben vor und hat dazu in Kooperation mit Siemens einen digitalen Zwilling entwickelt. Es handelt sich um ein virtuelles mechatronisches Abbild des Staplers, der sich so bis ins Detail simulieren und optimieren ließ. Der Zwilling spare Kosten,verkürze die Entwicklungszeit und minimiere die Risiken. Zudem beschleunige er die Inbetriebnahme und die Markteinführung.

Conference Area mit 20 Fachvorträgen

Parallel zu den Websessions bot die Conference Area 20 Fachvorträge aus Industrie und Wissenschaft, die sich mit u.a. Klimawandel, Ressourcenknappheit, fortschreitender Urbanisierung, dem Bedarf an Wertsteigerung sowie den Möglichkeiten auseinandersetzten, die der Werkstoff Glas zur Steigerung der Lebensqualität beinhaltet. Insgesamt beteiligten sich nach Angaben der Messe mehr als 5.000 Personen an den interaktiven Formaten. Alle Websessions und Conference Tracks stehen im Nachhinein on demand zur Verfügung. Die virtuellen Showrooms der Aussteller sind bis zur glasstec im Juni 2021 für Besucher erreichbar. "In der Pandemie-Zeit konnten wir der Branche mit dieser Lösung eine zusätzliche Plattform anbieten, um internationale Kontakte zu intensivieren und auszubauen", resümiert Birgit Horn, Project Director glasstec.

Mehr über die glasstec Virtual lesen Sie in der Dezemberausgabe von GFF, unser Heft erscheint am 4.12.20.