The Circle, Flughafen Zürich Gartner: Landmark am Airport

Eine kleine Gruppe europäischer Fachredakteure erhielt im September bei einem der pandemiebedingt wenigen internationalen Termine die Gelegenheit, mit The Circle am Zürcher Flughafen einen sowohl fassadentechnisch als auch städtebaulich zurecht als Leuchtturmprojekt bezeichneten Gebäudekomplex in Augenschein zu nehmen.

Die gebogene CCF des Circle am Zürcher Flughafen ragt bis zu 15 Meter über die Straße. - © René Dürr

Technisch gesehen ist die Fassade im Kern eine CCF, auf einer Gesamtfläche von 83.000 Quadratmeter enthalten mehr als 1.600 unterschiedlicher, bis maximal 2,70 mal 5,60 Meter großer Elemente mit ihren schlanken Profilen keine störenden Ecken und Kanten. Die in die zweischaligen Elemente integrierten Sonnenschutzlamellen treibt laut Gartner eine "weltweit einzigartige" Antriebslösung an. Der im bayerischen Gundelfingen ansässige, zur Permasteelisa Gruppe gehörende Fassadenbauer spielt seit vielen Jahren in der Champions League.
Insgesamt beinhaltet der Dienstleistungskomplex The Circle eine Nutzfläche von 180.000 Quadratmeter, die Closed Cavity Fassade gliedert die sich von bis zu elfstöckigen Komplexen ins Hügelige hin mit kleineren Einheiten verlaufenden Gebäudestrukturen durch die variierten Formen und Elemente. Anforderungen wie Brand- und Schallschutz galt es im Projekt ebenso zu erfüllen wie den sommerlichen Wärmeschutz und die Wärmedämmung während der Heizperiode; dabei fanden Ucw-Werte bis zu 0,77 W/m2K ebenso die Aufmerksamkeit der Planer wie die entsprechenden g-Werte und die etwa an der Hügel- und Hoffassade bei offener Verschattung eine Kenngröße von 63 Prozent erreichende Lichttransmission.

Silberner Schimmer

Wie häufig in der Schweiz ist der Platz am mit 700 Flugbewegungen täglich wichtigsten Verkehrsknoten des Landes limitiert. "Die Dichte ist beim Circle sehr hoch, kann aber Geborgenheit vermitteln und Aufenthaltsqualität schaffen", resümiert der japanische Stararchitekt Riken Yamamoto – er vergleicht die Grundanmutung mit dem fernöstlichen Städtebau: "The Circle ähnelt einer japanischen Metropole. Die große Form entsteht aus lauter kleinen Elementen." So entstehe "eine Altstadt mit neuer Technik auf mehr als 270.000 Quadratmeter Fläche". Zum ästhetisch homogenen Erscheinungsbild tragen die einheitlich silberig schimmernden Fassaden, die aus schlanken Betonstützen bestehen und mit Aluminiumpaneelen verkleidet sind, erheblich bei.

GFF berichtet in seiner Oktoberausgabe über einen Vororttermin im September u.a. mit Gartner Geschäftsführer Jürgen Wax, Project Manager Joachim Freitag und Senior Site Manager Carsten Arnold und stellt die branchenrelevanten Bauabschnitte in den Vordergrund.