"Wir sind nach Hause gekommen", sagt Harald Bürzle-Hermann beim GFF-Besuch am (für uns) neuen Standort Illerberg im Juli. Von hier stammte der 1860 als Schreinerei gegründete Fensterbetrieb aus der Familie seiner Frau Franziska Hermann, der 1999 mit dem Weißenhorner Sonderbau-Spezialisten Blösch fusionierte.

Dort, in Weißenhorn, produzierte das neu entstandene Unternehmen Hermann-Blösch auf dem von Blösch gepachteten Grund nach der Schließung des ersten Illerberger Standorts drei Jahre lang in beengten Verhältnissen, wie Bürzle-Hermann sagt, Hebeschiebe-Türen und Bogenfenster, unverändert die wichtigsten Umsatzträger beim Mittelständler mit 54 Beschäftigten.
Im neuen Gebäude, das nicht nur ästhetisch ein Quantensprung ist, kommen beide Produktgattungen naheliegender Weise großzügig zum Einsatz. Einen Steinwurf von der Ausfahrt Vöhringen der A7 gelegen, scheint der Standort aber auch nach recht kurzer Zeit – der Einzug erfolgte voriges Jahr – den Mut zu unternehmerischen Entscheidungen zu beflügeln. Zur vom jungen Unternehmerehepaar schmerzlich vermissten FENSTERBAU FRONTALE hätte Hermann-Blösch mit dem Hebeschiebe-Bausatz Ekito und einer superschlanken 60 Millimeter-HST in Holz/Alu gleich zwei veritable Neuheiten in der Pipeline gehabt.
Vom Sonderprodukt zur Massenware
Bürzle-Hermann ordnet den neuen Ansatz bei Ekito strategisch ein: "Im Unterschied zu einem Fensterbauer mit Glas, Sonnenschutz, Montage usw. haben wir mit unseren Sonderprodukten eine sehr kurze Wertschöpfung, das bringt unser Geschäftsmodell mit sich. Zugleich sind Hebeschiebe-Türen erlösseitig nach dem Einstieg der großen Branchenplayer vom Sonderprodukt zur Massenware abgedriftet, das ist ein Problem." Was fehlt oder besser fehlte, war bei Hermann-Blösch ein Produkt, das durchlief: "Die Standard-HST hat stark abgenommen. Bei uns landet eben das dreiflügelige Sonderschiebe-Format über Eck mit Oberlicht, das der Verarbeiter nicht macht." Bei 150 permanent anhängigen Sonderaufträgen gehe es ausgleichend für die Gesamtauslastung der Fertigung um ein Basisprodukt, wenngleich eines mit 12.000 (!) möglichen Kombinationen.
Welche Rolle in diesem Zusammenhang der Bausatz Ekito spielt, wie der Verarbeiter das für ihn richtige Setup findet und warum sich bereits so viele Interessierte online für weitere Informationen registriert haben, lesen Sie ab dem 4.9. ebenso in unserer Septemberausgabe wie detailliertere Infos zum neuen Produkt; für GFF 10 ist ein Praxistipp zum Onlinekonfigurator geplant.