Innovatives Injektionsharz aus Polyurethan So verklotzen Sie ohne Klotz

Mit dem Injektionsklotz realisiert Hanno die nachträgliche Herstellung druckfester Bereiche in vorkomprimierten (Multifunktions-)Fugendichtungsbändern – ohne konventionelles Verklotzen. GFF erklärt die Anwendung des Injektionsklotzes Schritt für Schritt im Praxistipp.

Den Hanno-Injektionsklotz injizieren Verarbeiter in fertig montierte Fugendichtbänder. Dort erzeugt er druckfeste Verklotzungen. - © Metzger

Der Dicht- und Dämmstoffexperte Hanno vereinfacht mit seinem neuartigen Injektionsklotz die Montage von Fenstern, Türen und Fassaden. Das Injektionsharz aus Polyurethan (PU) injiziert der Verarbeiter punktuell in fertig eingebaute PU-Weichschaumbänder. Dort härtet es vollständig aus und verklotzt den Rahmen laut Hanno fest und sicher: Lasten aus Eigengewicht und sonstige Lasten (etwa hinsichtlich der Hinterfütterung von Beschlägen bei Anforderungen zum Einbruchschutz) würden zuverlässig aufgenommen.

Verarbeitung mit Dichtstoffpistole

Ein Vorteil des Injektionsklotzes: Der Monteur muss das Dichtband nicht ausklinken; die anderenfalls üblichen Einschnitte oder Auskerbungen für mechanische Klötze entfallen. Die Verarbeitung ist Hanno zufolge simpel: Den Injektionsklotz liefert das Unternehmen in bauüblichen Kartuschen, die Applikation erfolgt mit handelsüblichen Dichtstoffpistolen. GFF erklärt die Anwendung des Injektionsklotzes Schritt für Schritt. Die Arbeitsschritte beinhalten:

  • Kartusche präparieren
  • Vorbereitung und Montage des Fensters: Für die Fenstermontage empfiehlt Hanno ein Dichtungsband aus der Produktfamilie Hannoband-3E, das der Verarbeiter entsprechend der Montageanleitung anbringt. Nach der Ausrichtung sichert der Monteur den Rahmen mit Keilen, Luftkissen o.Ä. Wichtig für die spätere Injektionsklotz-Anwendung: Das Harz ist nur an Stellen zu injizieren, an denen sich keine Keile oder andere Sicherungsmittel befinden.
  • Harzmenge ermitteln: Ein Tool auf www.hanno.com unterstützt den Verarbeiter bei der Ermittlung der Harzmenge. Es steht zum Download und Ausdrucken zur Verfügung. Nicht aufgeführte Fugenbreiten werden als Mittelwert festgelegt (als weitere Hilfestellung dient die Skala auf der Kartusche).
  • Injektion: Den Klotz setzt der Verarbeiter, indem er die Injektionskanüle zirka zehn bis 30 Millimeter tief, mittig zur Fugenbreite hin (bzw. gleichmäßig auf die Fugenbreite verteilt bei mehrreihiger Injektion), in das Band einsticht. Die Einstechtiefe und damit die spätere Lage des Injektionsklotzes sollten laut Hanno auf die Profilierung des Blendrahmen-Profils abgestimmt sein, um den erforderlichen Lastabtrag über den Injektionsklotz in die Laibung der Fensteröffnung zu gewährleisten.
  • Nachbereitung: Nach dem Aushärten werden die Lasten aus dem Eigengewicht des Fensters und die Nutzlasten laut Hanno sicher in die Wand abgetragen, die provisorischen Verklotzungen oder Keile kann der Verarbeiter jetzt entfernen. Das Multifunktionsband wird diese Lücken dem Unternehmen zufolge nach kurzer Zeit schließen.

Anwendung Schritt für Schritt

1. Schritt: Lagern und transportieren Sie die Kartusche senkrecht mit der Verschlusskappe nach oben. Zum Öffnen der Kartusche schrauben Sie die obere Verschlusskappe auf (anders als bei konventionellen Kartuschen sollten Sie diese nicht aufschneiden).

2. Schritt: Setzen Sie den mitgelieferten Kanülen-Adapter (im Bild grauer Aufsatz) sowie die Injektionskanüle mit der Schutzhülse auf den Adapter auf und arretieren Sie anschließend die Kanüle mit einer geringfügigen Drehung (zirka halbe Umdrehung).

3. Schritt: Wenn das Multifunktionsband aufgegangen und die Fuge geschlossen sind, injizieren Sie den Hanno-Injektionsklotz in das Band. Dazu ziehen Sie die Schutzhülle ab und setzen Sie den Injektionsklotz in eine handelsübliche Kartuschen-Pistole ein.

4. Schritt: Wählen Sie die entsprechenden Punkte im Band, in die der Injektionsklotz gesetzt werden soll. Stellen Sie sicher, dass die Fensterlaibung fest und tragfähig ist, um die Lasten aus dem Fenster aufzunehmen. Injizieren Sie die für die Fugenbreite benötigte Harzmenge, verteilt auf mindestens drei Injektionen im Abstand von jeweils zirka 15 Millimeter.

5. Schritt: Je nach Dichtungsband und Komprimierungsgrad in der Fuge kann es zu relativ hohem Gegendruck kommen. Daher sollte die Injektion gefühlvoll, aber mit ausreichend Druck erfolgen. Warten Sie vor dem Herausziehen der Kanüle einige Sekunden, bis sich das Harz im Band verteilt hat. Das verhindert ein unnötiges Herausquellen des Harzes aus dem Band.

6. Schritt: Entfernen Sie bei längeren Pausen die Kanüle und verschließen Sie den Adapter mit der mitgelieferten Adapter-Verschlusskappe. Auf die Kartusche kommt die Original-Verschlusskappe.

7. Schritt: Kanülen-Adapter, Kanüle und Adapter-Verschluss lassen sich mit handelsüblichem PU-Pistolenschaumreiniger reinigen und infolgedessen mehrfach verwenden.