Bis zum ersten Quartal 2020 führen die europäischen Systemgeber für Kunststofffensterprofile flächendeckende Systeme zur Rückführung von Langguttransportgestellen ein. Ziel ist es, die Paletten-Rückführung seitens der Fensterbauer sicherzustellen und somit die nachhaltige Nutzung dieser wiederverwertbaren Verpackungs- und Transportlösungen zu gewährleisten.
Systemgeber werden entweder ein Miet-, ein Pfand- oder ein CRM-System einführen, das Kunden zur Rückführung der Paletten motivieren soll. Sofern Fensterbauer über einen längeren Zeitraum Transportgestelle zurückhalten, werden sie für die verursachten Auswirkungen auf die Umwelt finanziell aufkommen müssen.
EPPA verifiziert Umsetzung
Der Europäische Wirtschaftsverband für Hersteller von Hart-PVC-Fensterprofilsystemen und verwandten Bauprodukten (EPPA) verifiziert die Umsetzung der Systeme in einer unabhängigen Prüfung. Damit stellt er sicher, dass die Branche die selbstgesteckten Ziele flächendeckend erreicht. Mit Blick auf den Klimawandel ist die Kreislaufwirtschaft eine Priorität für Kunststoffprofilhäuser in Europa. Wiederverwendbare Transportverpackungen anstelle von Einwegverpackungen sind ein wichtiges Element des erklärten Ziels, in geschlossenen Kreisläufen zu wirtschaften. Aus diesem Grund arbeitet die Branche schon lange mit Stahl- anstelle von Holzgestellen.
Verantwortung für Eigentum
Die Wiederverwendung ist aber nur möglich, wenn die Gestelle nach Gebrauch zurückgeführt werden. So lässt sich einerseits die ressourcenintensive Produktion von Ersatzpaletten verhindern. Andererseits kommen Systemgeber ihrer Verantwortung für ihr Eigentum nach: Unterhalt, Reparatur und damit der sichere Umlauf der Gestelle werden gewährleistet. Aus diesen Gründen hat die Branche die Rückführungssysteme entwickelt und möchte auch in Zukunft ihrer Verantwortung als Eigentümer der Langguttransportgestelle gerecht werden.
