Meisterfeier des Glaserhandwerks NRW Fimpeler: "Verfechter von klaren Linien"

Am 9. August 2019 hat der Landesverband der nordrhein-westfälischen Glaser 22 Meister in der Bandweberei in Wuppertal freigesprochen. GFF sprach mit LIM Hermann Fimpeler über die DIN 18008 und die Ausbildungssituation in NRW.

Hermann Fimpeler, LIM des Glaserhandwerswerks NRW und stellvertretender BIM - © Friedrichs

Mit 140 Gästen hat das Glaserhandwerk Nordrhein-Westfalen für den richtigen Rahmen gesorgt, die Leistungen seiner künftigen Spitzenkräfte zu würdigen. Während LIM und Vize-BIM Fimpeler mit den Meisterstücken sichtlich zufrieden ist ("Die Ergebnisse sind traumhaft, sie zeigen die Vielfalt des Glaserhandwerks"), bezeichnete er die Ausbildungssituation in Nordrhein-Westfalen (NRW) als schwierig. "Es ist graumsam, die Betriebe erhalten sehr wenige Bewerbungen. Wer eingeladen wird, erscheint meist gar nicht zum Vorstellungsgespräch", bringt Fimpeler die prekäre Lage auf den Punkt. "Andere wiederum brechen die Ausbildung nach wenigen Wochen oder Monaten ab."

DIN 18008: "Formulierung zu schwammig"

Was sagt der stellvertretende Bundesinnungsmeister zum vorläufigen Endpunkt des DIN 18008-Gezerres? "Ich bin ein Verfechter von klaren Linien", sagt er zur GFF. "Mit der Formulierung bin ich nicht zufrieden, sie ist viel zu schwammig." Betrieben empfiehlt er, die Inhalte zu hinterfragen, um nicht in die Verantwortung genommen zu werden. Ein weiterer Schwerpunkt, mit dem sich der BIV zurzeit befasst, ist das Thema Asbest. "Wir haben erste Asbestmessungen bei Fensterlaibungen durchgeführt, um das emissionsarme Verfahren voranzubringen", sagt er. Am 26. September 2019 stehe der nationale Asbestdialog in Berlin an. Darüber hinaus sei das Glaserhandwerk erstmals auf den EuroSkills 2020 im österreichischen Graz vertreten: "Dafür suchen wir Teilnehmer", wirbt er.

Den Bericht über die Meisterfeier sowie das vollständige Interview mit Hermann Fimpeler, in dem es auch um die Stimmung im LIV NRW zur geplanten Beitragserhöhung geht, lesen Sie in der Septemberausgabe von GFF .