Die Digitalisierung macht bekanntlich auch vor dem Handwerk nicht halt – das ist auch gut so. GFF hat sich zwei spezielle Handwerker-Apps angesehen und sagt Ihnen, wie Sie von der Nutzung profitieren.

Fensterbauer Jürgen Sieber nutzt zur Baustellendokumentation in seinem Betrieb seit mehr als einem Jahr die kostenlose App MyCraftnote, die für Smartphones, Tablets und PCs zur Verfügung steht. Das habe den gesamten Prozess verbessert. "Die App vereinfacht die digitale Dokumentation ganz gewaltig", fällt sein Fazit eindeutig aus. Habe er früher Handyfotos im Büro erst noch auf den PC ziehen müssen oder per E-Mail zugeschickt bekommen und dann mühsam manuell dem Auftrag zugeordnet, erspare ihm MyCraftnote viel Zeit.
Saubere Baustellendokumentation
Als Plattform für den ständigen Austausch aller Mitarbeiter untereinander verbindet die App Baustelle, Büro und Werkstatt. Der Monteur macht auf der Baustelle ein Foto und die App fügt es direkt dem dort angelegten Projekt hinzu. Dank der Cloud-Anbindung ist es sofort auf allen mit der App ausgestatteten Endgeräten verfügbar. Auch andere auftragsbezogene Informationen (seien es Absprachen mit Bauherren und Architekten, Bautenstände und Mängel, Status und Fortschritt eines Projekts oder die bisher erbrachten Leistungen) erfassen die Mitarbeiter mit dem Tool, sie halten diese in Sprachnachrichten und Texten oder auf Bildern und Videos fest. "Informationen gehen so auf dem Weg von der Baustelle ins Büro nicht verloren", sagt Sieber. Die App ist nach seinen Angaben intuitiv zu bedienen.
zip.app: Büro für die Hosentasche
Eine weitere App, die die Digitalisierung im Handwerk einfach und sicher lösen will, ist zip.app. Die cloudbasierte App soll die gesamte Kommunikation und Prozesskette in einer einzigen mobilen Anwendung abwickeln und so den Nutzern Zeit sparen. Als digitales Werkzeug für die Baustellen-Organisation bündelt die App Infos, organisiert Termine, übersetzt Unterhaltungen, verbindet Geschäftspartner, dokumentiert Leistungsstände und versendet Rechnungen. "So bleibt dem Unternehmer mehr Zeit für die eigentliche wertschöpfende Arbeit", sagen die Start-up-Gründer Christian Hürter und Johannes Jetter. Eine wichtige Funktion sei die Kommunikation mit Mitarbeitern und Kunden. Diese laufe über zip.app einfach und sicher.
Wie die beiden Gründer betonen, ist der Leistungsstand die wichtigste Information, die ein Geschäftsinhaber haben sollte, da er damit aussagekräftige Fragen stellen, vernünftige Schätzungen vornehmen, fundierte Entscheidungen fällen und solide Rechnungen erstellen kann, die letztlich Umsätze und Einnahmen generieren. zip.app konzentriert sich bei der Leistungsbeschreibung auf die absoluten Grundlagen und sieht Leistungstext, Menge und Einheit sowie den Preis als die wichtigsten Attribute an. "Das heißt, dass ein Fensterbauer mit zwei Teams im Einsatz auf verschiedenen Baustellen den genauen Status der Projekte kennt und auf einen Blick sieht, wie weit das jeweilige Team ist", sagen Hürter und Jetter. Er kann sich bei offenen Fragen Fotos schicken lassen und, falls nötig, über den Chat den Kunden informieren. "Mit zip.app hat er einen interaktiven Assistenten, der jederzeit die Informationen zur Verfügung stellt: Projektübersicht, Rechnungen, Status offener Aufträge und Zahlungsfluss."
Einen umfassenden Bericht zu den beiden Apps lesen Sie im Wunschthema der GFF- Februarausgabe.