Viele Holzfensterbauer stehen vor der Entscheidung, in die Modernisierung ihrer Fertigung zu investieren oder die Produktion mittelfristig auslaufen zu lassen. Für mehr Effizienz im Herstellungsprozess spielt die zum Konzept passende Eckverbindung eine entscheidende Rolle.
Fensterhersteller Alexander Schleicher, Geschäftsführer der Schreinerei Schleicher im hessischen Ebersburg-Altenhof, überlegt seit einiger Zeit eine Modernisierung seiner Fertigung und muss dabei viele Fragen für sich beantworten: Einzelteilfertigung oder traditionelle rahmen- bzw. flügelweise Herstellung mit Beschichtung des fertigen Fensters? Nur noch Einsatz eines CNC-Bearbeitungszentrums oder weiterhin die Fertigung auf CNC-Anlagen im Durchlauf mit moderner Winkelanlage organisieren? Dabei taucht zwangsläufig die Frage nach der Eckverbindung der Rahmen- und Flügelteile auf. Schleicher setzt seit mehreren Jahren auf die traditionelle Schlitz-Zapfen-Verbindung, mit der er keinerlei Probleme hat: "Wir verzeichnen so gut wie keine Reklamationsfälle."
Verschiedene Eckverbindungen zur Wahl
Bei jeder Umstellung des Fertigungskonzepts muss die Produktivität schnell wieder stimmen, sonst drohen dem Fensterbauer wirtschaftliche Schwierigkeiten. Dazu trägt die passende Eckverbindung einen großen Teil bei. Die Schlitz-Zapfen-Verbindung hat sich bewährt und kombiniert eine hohe Stabilität mit gleichzeitig geringer Produktionszeit. Die Konter-Dübel-Verbindung hat sich am Markt speziell bei der Fertigung auf CNC-Bearbeitungszentren etabliert. Bei der mechanischen Verbindung reduziert sich die Zahl der Dübel. Zusätzlich setzt der Fensterbauer Schrauben ein. Die PlugTec-Verbindung von Leitz vereint nach Anbieterangaben die Vorteile der Schlitz-Zapfen- und Konter-Dübel-Verbindung: Stabilität verbunden mit einer kostengünstigen Herstellung. Dabei fräst das Werkzeug an der Fensterkantel Zapfen an und rundet sie.
Welche Lösung passt?
"Egal, welche Eckverbindung der Fensterbauer heute produzieren möchte, Homag bietet eine CNC-Technik an, die die Komplettbearbeitung der Bauteile für alle Formen abdeckt", sagt Volker Schmieder, Manager Projektierung/Application Eng. der Business Unit CNC bei Homag. Mit CNC-Technik ist der Fensterbauer nach der Einschätzung von Weinig genauso wie von Homag in der Lage, alle aktuell existierenden Eckverbindungen umzusetzen. Ferner sei die CNC-Technik offen für neue Verbindungen oder für Modifikationen bisheriger Lösungen.
GFF zeigt im Wunschthema der Ausgabe 6/2017, welche Eckverbindung zu welchem Fertigungsablauf passt.
