Bei imprägnierten Bändern für die Fensterabdichtung sieht sich das baden-württembergische Unternehmen Iso-Chemie mit Sitz in Aalen als Marktführer: in Deutschland und Frankreich. Das Gespräch mit GFF-Online drehte sich u.a. um grundlegende Unterschiede in den beiden Hauptmärkten.

Der Mann hat in strategischem Management promoviert und scheint zu wissen, was er tut. Seit 2003 ist Dr. Martin J. Deiss, der gerade erstmals Vaterfreuden entgegenblickt, operativ verantwortlich in dem Unternehmen, das sein Vater Josef 1977 gegründet hatte und durch dessen Historie sich, wie Deiß jun. formuliert, die Nachhaltigkeit wie ein roter Faden zieht. Diesen Anspruch hält der 220 Mitarbeiter zählende Anbieter aufrecht durch eine Zertifizierung des produktionseigenen Energieverbrauchs und dadurch, dass die Beschäftigten nur Komponenten verarbeiten, die weder ihre eigene noch die Gesundheit der montierenden Kunden gefährden.
Integriert in WDVS
Und mit intelligenter Produktentwicklung: Auf Iso-Top Winframer verweist der geschäftsführende Gesellschafter bei der Frage von GFF-Online nach explizit in die Zukunft weisenden Produkten für die Fenstermontage: Künftig würden mehr Bauelemente teilvorgesetzt in das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) integriert, diesen Anforderungen werde Iso-Chemie heute schon gerecht. Noch viel strikter geregelt ist übrigens der französische Markt, dort hat der Anbieter in Aalen viel dafür getan, neben den Standardlösungen Silikon und Acryl bei den Dichtstoffen die von Iso-Chemie vertriebenen Fugendichtbänder als zielführend für die Montage im Bewusstsein zu verankern.
Wachsen in Frankreich – das gibt’s
Wie zu hören ist, entfallen auf die Geschäfte im Nachbarmarkt bereits 20 Prozent der Umsätze mit der Fensterabdichtungsrange; dass mit Iso Bloco One, Iso Bloco Reno & Co. zwischen Normandie und Côte d’Azur Wachstum erzielt wird, ist mit Blick auf die französischen Konjunkturdaten mehr als ein Achtungserfolg. Deiß, der das Land schon vom Studium her kennt, hat sich und sein Unternehmen auf die staatlichen Anforderungen an neue Lösungen eingestellt, die die Sicherheit erhöhen sollen, aber die Innovationszyklen nicht beschleunigen.
GFF hat das Interview mit Iso-Chemie-Chef Dr. Martin J. Deiß auf einer Doppelseite seiner großen Sommerausgabe Juli-August veröffentlicht und bietet auf www.gff-magazin.de eine verfilmte Kurzfassung des Gesprächs zum Anklicken an.