Mit Glas verleihen Fachbetriebe einer Wärmedämmverbund-Fassade ein Gesicht und schützen die Dämmung. GFF-Online zeigt die Vorteile und Schritt für Schritt die Verarbeitung des neuen Systems auf der Baustelle.

Eine neue Lösung soll WDVS und Glas kombinieren und Gestaltungsspielräume und Optionen für Bauherren und Planer eröffnen. Mit weber.therm style Glas bietet der Baustoffhersteller Saint-Gobain Weber ein Wärmedämmverbundsystem mit geklebter Glasoberfläche an. Die in zahlreichen Farben und Formaten verfügbaren Glaselemente eröffnen nach Unternehmensangaben Optionen beim Fassadendesign. Die Vorteile einer effizienten Wärmedämmung mit WDVS verbindet der Verarbeiter mit hochwertiger Gestaltung. Er kombiniert verschiedene Farbtöne oder schafft aus dem Kontrast von Glas- und Putzoberflächen neue, attraktive Fassadenbilder.
Zertifiziertes Fachwissen
Das System bietet nach Anbieterangaben Gelegenheit, mit großen Flächen zu spielen. Der Fugenanteil beträgt weniger als ein Prozent der Gesamtfläche. Die Verklebung der großformatigen Glaselemente stellt erhöhte Anforderungen an die Ebenheit des Untergrunds. Daher zertifiziert Saint-Gobain Weber interessierte Betriebe im Zuge einer eintägigen Schulung an der firmeneigenen Akademie, diese vermittelt Theorie und beinhaltet praktische Tipps.
Schlank und wärmebrückenreduziert gestalten
"Wir bieten diese Vorbereitung für alle interessierten Betriebe, also dezidiert auch Glasern, die das System verarbeiten wollen", sagt Georg Kolbe, Leiter Produktmarketing Fassade/Wand bei Saint-Gobain Weber. Informationen zu den aktuellen Zertifizierungs-Seminaren für das bauaufsichtlich zugelassene System und eine Liste der zertifizierten Fachbetriebe liefert der Hersteller Saint-Gobain Weber im Internet auf www.sg-weber.de.
Montage der Glaselemente Schritt für Schritt
Schritt 1: Zuerst tragen Sie den Systemkleber weber.therm style Glas auf das WDVS aus Mineralwolle auf.
Schritt 2: Den Kleber kämmen Sie dann an der Rückseite der Glaspaneele auf. Ein Polytransmitter sorgt für den Verbund.
Schritt 3: Die vorkonfektionierten Glaspaneele setzen Sie mit Glassaugern auf den Untergrund.
Schritt 4: Richten Sie die aufgesetzten Paneele so schnell wie möglich millimeterweise aus und achten Sie dabei auf die plane Fläche.
Schritt 5: Jetzt entfernen Sie überschüssigen Mörtel mit Wasser sowie einem Tuch, damit die Fassade optisch einheitlich aussieht.
Schritt 6: Die Stoßfugen verfugen Sie mit Spezialsilikon für Structural Glazing-Anwendungen in einer Farbe Ihrer Wahl.