Software als Argumentationshilfe Sagen Sie Ihren Kunden, was die Sanierung kostet und bringt

Ehe Kunden ihre Gebäude energetisch sanieren lassen, fordern sie vom Fachmann zumeist Aufklärung darüber, was so eine Aktion kostet und was sie bringt. GFF-Online zeigt Schritt für Schritt, wie Sie mit spezieller Software die Wirtschaftlichkeit von Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden berechnen und darlegen.

Die Datenbank aktualisiert ZUB Systems alle zwei bis drei Wochen mit Datensätzen für Konstruktionen und Baustoffe; Anwender nutzen z.B. Daten für Fensterkonstruktionen zur Berechnung. - © ZUB Systems

Wenn Fensterbauer und Glaser ihren Kunden die Vorteile einer energetischen Sanierung erläutern, greifen sie häufig auf weiche Faktoren zurück und argumentieren mit technischer Leistungsfähigkeit. Das mag erfolgreich sein; indes verbessern Sie Ihre Chancen, wenn belastbare Zahlen die vorgebrachten Aussagen untermauern.

Hilfe für den Endkunden

Mit der Software ZUB Helena rechnen Fachhändler potenziellen Auftraggebern den Effekt der Sanierungsmaßnahmen und das Kosten-Nutzen-Verhältnis vor; im Fall von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Zur Auswahl stehen Verfahren nach EnEV 2014, DIN V 18599:2011 und gemäß der KfW-Förderung. Damit hilft der Fachbetrieb seinem Kunden nicht nur mit der Wirtschaftlichkeitsberechnung, sondern trägt dazu bei Förderbedingungen zu erfüllen. Denn in der Regel bedarf der Unterstützung, wer sich einen Weg durch den Förderdschungel zu bahnen hat. Mit dem Programm lässt sich ferner ein Energieausweis erstellen.

Auf dem Stand der Normung

ZUB Systems hält mit dem Programm ZUB Helena ein praktisches Hilfsmittel zur energetischen Bilanzierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden vor. Die 2013er-Version stützt sich auf wesentliche Teile der EnEV 2014. Damit berechnen Anwender außerdem Wohngebäude nach der neuen DIN V 18599:2011, inklusive der aktuellen Festlegungen des Referenzgebäudes. Zudem hat ZUB Systems die Software um die neuen Anforderungen der KfW ergänzt. Der Anbieter verspricht eine problemlose Bedienung und Szenarien zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit von Energiesparmaßnahmen.

Für jeden Job die passende Software

Gut verständliche farbige Grafiken sollen Fachhändler bei der Beratung unterstützen. Der Anlagenassistent für die Haustechnik berechnet schnell die verschiedenen technischen Lösungen, um die Vorgaben der DIN V 18599 umzusetzen. Außer ZUB Helena bietet das Unternehmen die Softwarelösungen ZUB Argos (Wärmebrücken- und Feuchteanalyse), ZUB Esther (Beurteilung von Feuchteverhalten), ZUB E-CAD (grafische Zonierung gemäß DIN 15599), den ZUB-Bauteilkalkulator (Bewertung nach DIN EN ISO 9646) und das Architekturplanungsprogramm Archiwizard mit seiner 3D-Simulation in Echtzeit.

Anwendung Schritt für Schritt

Schritt 1: Zuerst wählen Sie das Berechnungsverfahren aus – nach EnEV, KfW oder DIN V 18599:2011. Die Eigenschaften des jeweiligen Verfahrens sind in Infoboxen am rechten Bildschirmrand gesondert erläutert.

Schritt 2: Danach geben Sie die Details für Ihr Bestandsgebäude in den Assistenten zur Erfassung der Bautechnik ein, z.B. frei stehend oder Anbau, das beheizte Volumen etc. CAD-3D-Modelle lassen sich ebenfalls darstellen.

Schritt 3: Jetzt machen Sie Angaben zur Heizungsanlage, zur Warmwasseranlage und zur Lüftung. Der Assistent bietet eine Auswahl an Optionen an und ordnet die Eingaben korrekt zu.

Schritt 4: Berechnen Sie die Gesamtbilanz eines Gebäudes, ggf. auch eines KfW-Effizienzhauses, vergleichen Sie mithilfe des Assistenten auf Wunsch den Zustand des alten und des neuen Objekts (inklusive einzelner Maßnahmen). So lassen sich die Auswirkungen der jeweiligen Sanierungsschritte illustrieren.

Schritt 5: Das Statusfenster am linken unteren Bildschirmrand überprüft Ihre Eingaben auf Logikfehler oder fehlende Informationen. Ein blauer Linktext führt mit einem Klick zur fehlerhaften Eingabe.

Schritt 6: Danach zeigt die Software das Ergebnis mit Sofortberichten und grafischen Elementen an. Der Nutzer ändert einzelne Parameter und verfolgt die Auswirkungen auf das Ergebnis dabei in Echtzeit.

Schritt 7: In der Wirtschaftlichkeitsberechnung sehen Nutzer das Kosten-Nutzen-Verhältnis für die kalkulierte Sanierung. Sie variieren die Kreditkonditionen, die jährlichen Preissteigerungen, das Eigenkapital etc.

Schritt 8: Abhängig vom gewählten Berechnungsverfahren (KfW, EnEV etc.) drucken Sie den Ergebnisbericht als Energieausweis (EnEV) bzw. BAFA-Musterbericht aus oder erstellen Sie daraus eine XML-Datei für die KfW.