Fertigungstiefe bringt Wertschöpfung GFF besucht Wigatec

Wintergartenspezialist Wigatec fertigt mit seinen 37 Mitarbeitern unter anderem Fenster und innovative Metallprodukte. GFF-Online hat den Betrieb in Sinsheim-Reihen besucht und die Eindrücke in bewegten Bildern festgehalten.

In Sinsheim produziert Wigatec unter anderem Fensterelemente aus Metall. - © Holzmann Medien

Einen Eindruck von der Produktion bei Wigatec bekommen Sie im GFF-Film auf unserer Homepage in der Mediengalerie. Der Film zeigt unter anderem die Mitarbeiter bei der Fensterproduktion, der Blechverarbeitung und der Wintergartenproduktion. Geschäftsführer Rudolf Richter erläutert die Eckpunkte seines Erfolgs.

Keine Kompromisse bei Qualität und Kompetenz

Bis heute verarbeitet der Fachbetrieb Profile von Schüco und Schilling, Richter stellt hohe Ansprüche an die Qualität. In dem Zusammenhang erkennt der Unternehmer schnell, wie wichtig die Montage ist: „Wer neu zu uns stößt, belegt gleich als Erstes ein Dübeltechnik-Seminar bei Würth. Und Lehrlinge laufen bei uns zwei Jahre lang mit.“ Bei den energetisch wichtigen Anschlüssen orientiert sich Richter an den Vorgaben des Bundesverbands Wintergarten und an der Wintergartenrichtlinie von Peter Struhlik; zwar habe das aktuelle Primat der Luftdichtigkeit zur Folge, dass die Profile voluminöser geworden sind, ansonsten aber seien Kaltwintergärten, saisonal nutzbare Konstruktionen und Wohnwintergärten durchaus technisch beherrschbar. Bei Kunden, die sich für die letztgenannte Lösung entscheiden, vergrößert Wigatec nach Entfernen von Rollladenkasten, Außenwand, Fenster und/oder Tür an der vorgesehenen Stelle bzw. ggf. Absägen des Balkons übergangslos das Wohnzimmer – "das sind hinterher die glücklichsten Nutzer", sagt Richter.

Fensterlieferant bankrott – und?

Vor zwölf Jahren erfährt Richter, dass sein langjähriger Fensterlieferant vor der Insolvenz steht. Statt in Panik zu verfallen, stellt der Unternehmer über den bisherigen Außendienstler den Kontakt zu einer Handvoll von Fachleuten des bisherigen Partners her, investiert den damaligen Jahresumsatz von einer Million Mark – und setzt plötzlich das Dreifache um. Richter ist heute noch froh über den Schritt, weil er mit größerer Fertigungstiefe einfach mehr Wertschöpfung erzielt; über den von interessierter Seite regelmäßig wiederholten Rat, kleinere Betriebe sollten sich am besten aus der Produktion verabschieden, schüttelt er lächelnd den Kopf.

Mehr zu Wigatec und dem Erfolgsrezept von Rudolf Richter lesen Sie in der GFF-Ausgabe 3/2014, die am 5. März erscheint.