Schöne neue Welt, dieses Bild von der Zukunft der Baubranche zeichnen viele Anbieter von Hausautomation. Für Haus- und Eingangstüren heißt das: Sesam öffne dich, aber ohne Schlüssel, sondern per Fingerabdruck, Schlüsselkarte, Funkfernbedienung oder Funksender. GFF-Online verrät Trends und Vorteile für Ihre Kunden.

Der Markt bietet aktuell eine Vielzahl an Optionen, die den Zutritt ermöglichen: Transponder, Zahlencode, Bluetooth, Kartenleser, Sicherheitsschlüssel, biometrische Kontrollen (Fingerprint, Handflächenscanner, Augenscanner etc.). Kombinationen unterschiedlicher Zutrittskontrollsysteme sind möglich. Die Systeme steuern dann die Entriegelung der Haustür. In älteren Türen findet sich häufig der elektronische Türöffner. Moderne Systeme setzen meist auf Motorschlösser, die eine deutlich höhere mechanische Sicherheit bieten.
Vorteile für den Nutzer
Wo liegen die Vorteile dieser Systeme für Ihren Kunden? „Bei den biometrischen Kontrollen hat der Nutzer die Zutrittserlaubnis immer am Körper und kann diese nicht vergessen. Weiterhin gelten die biometrischen Kontrollen als sehr sicher“, erläutert Josef Scheuer, Geschäftsführer von Bayerwald Fenster + Haustüren. Bei Stromausfall muss der Kunde aber die Option haben, die Tür mit dem Schlüssel zu öffnen. Von zentraler Bedeutung ist das Thema Sicherheit. Eben diese Sicherheit zu bieten, ist Aufgabe von Herstellern und Fachhändlern. „Ein System muss Sicherheit vor Einbruchversuchen und Manipulationen gewährleisten und problemlos funktionieren. Vom System selbst darf keine Gefahr ausgehen“, erläutert Dipl.-Ing. (FH) Harald Gilleßen, Produktmanagement elektronische Türsysteme bei Gretsch-Unitas (GU).
Nachfrage und Trends
Wie entwickelt sich die Nachfrage nach den einzelnen Lösungen für Zutrittskontrollsysteme? „Die Nachfrage erhöht sich in Bezug auf die mechanische Sicherheit und komfortable Ansteuerungen“, sagt Gilleßen. Die mechanische Sicherheit bemisst sich nach der Zahl der Verriegelungen und der genormten Widerstandsklasse. Die Nachfrage nach Ansteuerungen orientiert sich an etablierten Lösungen wie Code, Fingerscan und Transponderlösungen. Hier gebe es durchaus Modetrends, die kurzfristig aufleben und nach kurzer Zeit wieder abflauen. „Aktuell sind diverse Smartphone-Lösungen in Mode, die jedoch in Bezug auf Komfort, Sicherheit und Alltagstauglichkeit keine Vorteile bringen“, urteilt der Experte. Aus der Sicht von Bayerwald-Geschäftsführer Josef Scheuer zeigt die Nachfrage eindeutig in Richtung Fingerprint-Systeme.
Mehr zum Thema Zutrittskontrollsysteme an Haus- und Eingangtüren lesen Sie in der GFF-Ausgabe 3/2014, die am 5. März erscheint.