Projekt von Peter Maffay in Radeln, Rumänien So hilft das deutsche Handwerk

Das deutsche Handwerk hilft – auch in Rumänien. Mit Geld- und Materialspenden sowie hunderten unentgeltlichen Arbeitsstunden unterstützen deutsche Handwerker die Stiftung von Peter Maffay beim Aufbau des Dorfes Radeln. Einen Beitrag dazu leistet auch GFF-Herausgeber Holzmann Medien aus Bad Wörishofen. Mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) sprach der Rockstar über das Projekt und darüber, wie das deutsche Handwerk hilft, traumatisierten Kindern einen Zufluchtsort zu schaffen.

Im rumänischen Radeln unterstützen deutsche Handwerker mit ehrenamtlicher Arbeit das Projekt "Schutzräume für Kinder" von Peter Maffay. - © Peter Maffay Stiftung

Seit Sommer 2011 bietet ein Kinderferienheim im rumänischen Radeln Erholung für traumatisierte Mädchen und Jungen. Bei den Gästen handelt es sich um Kinder, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden – sei es durch Krankheit, Drogen, Misshandlung, sexuellen Missbrauch oder den Verlust eines Elternteils. „Im Rahmen des Projekts Schutzräume für Kinder bieten wir den kleinen Gästen eine Auszeit und versuchen, ihnen neuen Lebensmut und gestärktes Selbstvertrauen zu vermitteln“, sagt Peter Maffay.

Insgesamt seien bisher 1.000 Kinder aus Rumänien, Deutschland und Spanien im Ferienheim zu Gast gewesen. „Aber auch die Dorfkinder von Radeln sollen von unserer Einrichtung profitieren und bessere Zukunftsperspektiven erhalten“, fährt Maffay fort, „so bekommen sie zum Beispiel in der Schule täglich ein warmes Essen und am Nachmittag Hausaufgabenbetreuung“.

Deutsche Handwerker helfen

 Das ganze Projekt findet im Umfeld der alten Kirchburg in Radeln statt. „Das Gebäude selbst ist baufällig und wir arbeiten ständig an der Erhaltung. Und auch die Infrastruktur des Dorfes liegt uns am Herzen. Auch hier gibt es inzwischen große Fortschritte, zum Beispiel beim Ausbau der Straßen. Und in wenigen Monaten soll die Versorgung der gesamten Dorfbevölkerung mit fließendem Trinkwasser gewährleistet werden“, erklärt Maffay.

Außer materiellen Spenden haben vor allem deutsche Handwerksbetriebe das Projekt ehrenamtlich unterstützt. An dieser Kooperation maßgeblich beteiligt war GFF-Herausgeber Holzmann Medien. „Vor etwa vier Jahren traf ich auf Verlagschef Alexander Holzmann, der mir direkt und unbürokratisch angeboten hat, unser Projekt durch kostenlose Werbung zu unterstützen – unter anderem in der Deutschen Handwerks Zeitung“, freut sich Maffay. Daraufhin hätten etliche Handwerksbetriebe ihre Mithilfe angeboten. Bis heute haben mehr als 80 deutsche Handwerker rund 640 Arbeitstage in die Sanierung des alten Gebäudebestandes in Radeln investiert.

Suche nach freiwilligen Helfern

Zuerst erfolgten der Umbau und die Renovierung des alten Pfarrhauses als Verwaltungs- und Aufenthaltsgebäude, danach der Neubau des Kinderferienhauses mit Wohnmöglichkeiten für bis zu 14 Kinder. Zudem wurde ein Ärztehaus eingerichtet, in dem eine Ärztin einmal die Woche Sprechstunde für die Dorfbevölkerung anbietet. Als jüngste Projekte wurden ein Stiftungsgästehaus sowie ein Bio-Erlebnisbauernhof fertiggestellt. In naher Zukunft sind eine Kfz-Werkstatt, eine Safterei und eine Kindertagesstätte geplant.

Handwerksbetriebe sind immer gerne willkommen, um beim Projekt in Radeln mitzuhelfen: „Weil dort ständig etwas in Bewegung ist, kann man grundsätzlich sagen, dass wir immer nach Handwerkern suchen und uns jederzeit über freiwillige Helfer freuen. Ein bestimmtes Gewerk betrifft es eigentlich nicht“, sagt Maffay abschließend.