DGNB-Vorzertifikat in Gold für das maxCologne Diese Fassade setzt ökologisch und ästhetisch Standards

HPP Architekten entwarfen für die ehemalige Lufthansa-Hauptverwaltung in Köln nicht nur eine neue, energetisch sehr effiziente Fassade. Sie sorgten mit weitgreifenden Rück-, Um- und Anbauten dafür, dass das maxCologne sowohl ökologisch als auch gestalterisch Standards setzt.

Die Lüftungsschlitze über und unter den Prallscheiben gliedern die Fassade des maxCologne geschossweise. - © Schüco

Das maxCologne, gelegen am Deutzer Rheinufer, steht kurz vor der Fertigstellung. Der Bürokomplex besteht aus zwei Gebäudeteilen, dem nach seinem Hauptmieter benannten Lanxess-Tower und den Rheinetagen, die beide über eine zentrale Plaza erschlossen werden. Das Ensemble ist das Ergebnis einer umfassenden Revitalisierung der nach Entwürfen des Architekten Johannes Mronz 1967/1969 bzw. 1978 erbauten, ehemaligen Hauptverwaltung der Lufthansa AG. Das Innenraumkonzept ist auf Transparenz, Teamarbeit und ein flexibles Arbeitsumfeld ausgerichtet. Besprechungs-, Konferenz- und Medienräume sind mit modernster Technik ausgestattet. Das stringent durchgehaltene Ausbauraster von 90 Zentimeter zieht sich dabei von den Elementen der Heiz/Kühl-Decke über die Glastrennwände bis hin zu den Fassadenelementen. Durch den hohen Glasanteil des Innenwand-Systems ergeben sich immer wieder überraschende Sichtbezüge innerhalb der Geschosse.

Großflächige Verglasung

Die großflächige Verglasung der Fassadenelemente unterstützt dieses Konzept und sorgt für eine der Gebäudelage entsprechenden, hohen Transparenz und ein stimmiges Gesamtbild. Die Anbauten an der Südwest- und Nordostseite des Turms sorgen für eine verbesserte Flächeneffizienz verglichen mit dem bestehenden Hochhaus und geben dem Turm eine markante Gebäudeform. Die großflächigen Glasfassaden (Schüco AWS 75 BS.HI als Sonderkonstruktion) einen die Baukörper architektonisch und sind zudem integraler Bestandteil des ökologischen Gesamtkonzepts: Die Elemente sind dreifach isolierverglast und erreichen einen Ucw-Wert von 1,1 W/m2K. Der Glaszwischenraum ist mit Argon gefüllt. Eine vorgehängte dritte Scheibe aus zwei mal acht Millimeter VSG, die so genannte Prallscheibe, fungiert zudem als Wetter- und Schutzschicht. Zwischen der äußeren Glasscheibe und den geschosshohen Fassadenelementen (Regelraster 0,90 Meter, Elementbreite 1,80 Meter) zirkulieren Luftströme, da über und unter der Prallscheibe horizontale Lüftungsschlitze angebracht sind.

Mehr zum Objekt und der eingesetzten Technik lesen Sie in der GFF-Ausgabe 6/13, die am 3. Juni erscheint.