Wer sich mit Bauvorhaben im schützenswerten Bestand unter energetischen Aspekten beschäftigt, der sollte sich den 3. Dezember 2012 im Kalender anstreichen. Bei der Tagung "Denkmal und Energie 2012" geht es von 9.30 bis 17.30 Uhr in Osnabrück um Vorgaben, Förderung und Gebäudetechnik.
Sabine Djahanschah, die Referatsleiterin der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, stellt dabei zunächst die aktuellen Förderschwerpunkte der DBU vor. Daran anschließend skizziert Prof. Oskar Spital-Frenking in seinem Eröffnungsvortrag die gesetzlichen und normativen Vorgaben für die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude. Bekanntlich wissen nicht nur Fensterbauer, dass sich hier bisweilen die Wiederherstellung des Originalzustands und der zeitgemäße Anspruch an energieeffizientes Bauen vermeintlich unversöhnlich gegenüberstehen. Dr. Roswitha Kaiser vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen erläutert hierzu die Positionen ihrer Behörde; ehe konkrete Problemstellungen bei der energetischen Sanierung von Fachwerk-, Mauerwerk-, Vorhangfassaden beleuchtet werden.
(Fenster-)technische Chancen
Nach dem Mittagessen sind die Historie und die maßgeblichen Eigenschaften des Werkstoffs Glas zentrales Thema. Dabei geht es auch um Fragen des sommerlichen Wärmeschutzes. Welche Einsatzmöglichkeiten nachhaltige Gebäudetechnik bietet, dürfte viele Teilnehmer interessieren. Zu guter Letzt folgt schließlich die Präsentation vorbildlich umgesetzter Projekte, Architekt Peter Brückner stellt dabei vor allem die mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigten Arbeiten am Kulturspeicher Würzburg vor. Am Ende des vorbildhaften Prozesses ist in der mainfränkischen Universitätsstadt aus einem vormaligen Lagergebäude ein ausgezeichnetes Museum entstanden. So bietet der Denkmalschutz nicht nur energetischer Vorgaben wegen neben zahlreichen Regulierungen immer auch gestalterische und (fenster-)technische Chancen.
