
GFF: Herr Hubig, was waren die Gründe für die Fusion des hessischen und des rheinland-pfälzischen Verbands?
Hubig: Sowohl Hessen als auch Rheinland-Pfalz waren aufgrund ihrer Größe und Finanzkraft nur schwierig dazu in der Lage, den Betrieben ein breites Dienstleistungs-Portfolio zur Verfügung zu stellen. Außerdem arbeiteten die beiden Verbände bereits seit geraumer Zeit sehr eng zusammen, und eine Fusion war der logische Schritt, die Schlagkraft zu stärken.
Welche Vorteile hat die Fusion und wie ist die Fusion organisationstechnisch gelöst?
Der neue Verband hat – gemeinsam mit der Holzfachschule Bad Wildungen und dem Deutschen Institut für Bestattungskultur – gut 2.000 Mitgliedsbetriebe, etwa 50 Mitarbeiter, ein großes Internat sowie Tagungsräume. Mit den neu entstandenen Synergien können wir den Herausforderungen noch besser begegnen. Durch unsere Organisationsstruktur mit den hessenTischler, Tischlerrheinland-pfalz, hessenBestatter, Bestatterrheinland-pfalz sowie hessenMontage und Montagerheinland-pfalz haben wir die regionale und sektorale Identität gewahrt, aber die Synergien gebündelt.
Wie haben die Mitglieder dies angenommen? Gibt es seither Entwicklungen bei der Anzahl der Mitglieder?
Es gab – vor allem in Rheinland-Pfalz – vereinzelt aus emotionalen Gründen Skepsis gegenüber der Fusion, aber Handwerker sind Pragmatiker. Nachdem die Entscheidung mit überwältigender Mehrheit gefallen war, wurde sie akzeptiert und wird nun auch gelebt. Die Fusion hat auf die Mitgliederzahl keinen Einfluss gehabt – sie ist gestiegen, aber vor allem durch Bestatter und wegen der Sozialkasse Bau.