
Bei der Verbindertechnik kommt es nicht nur auf die Belastbarkeit einer Verbindung an, sondern zudem auf die Oberflächenqualität an den fertigen Ecken und T-Stößen. Vor diesem Hintergrund hat Foppe für Haustüren der Systeme Schüco und Heroal neue Gussverbinder entwickelt. Diese sind aus zwei aufeinanderliegenden Aluminium-Präzisionsdruckgussteilen zusammengesetzt. Nach dem Aufstecken der Profile auf den Verbinder wird dieser durch das Eintreiben eines Nagels vordefiniert gespreizt und verspannt die Profile mit hoher Kraft. Durch die exakte Formgebung der Gussteile werden die Profile in Winkel und Oberflächenbündigkeit ausgerichtet. Abschließend kann der Kleber direkt in den Verbinder injiziert werden. Die Nahtstellen sitzen in der Oberfläche, die Verbindung sei nach kurzer Aushärtezeit hochgradig belastbar, sagt der Hersteller. Für die funktionssichere Verteilung des Klebers wurden die seitlich angeordneten Kanäle so ausgelegt, dass temperaturabhängige Viskositäten bei der Verarbeitung nicht zu beachten sind. Über die Kanäle wird der Kleber zielgerichtet an die Nahtstellen geführt – außen entlang der Profile sowie entlang des Profilstoßes selbst. Durch die hohe Formschlüssigkeit tritt kein Kleber nach außen aus. Diese und weitere Verbinder werden in der Rahmenherstellung aus Rohren und Profilen jeglicher Art etwa für Möbel, Geländer, Fliegengitter, Werbetafeln und für Schaukästen eingesetzt. Sie erfüllen alle Materialanforderungen hinsichtlich Sicherheit: Die Legierung entspricht der Werkstoffgruppe 1, Grenzabmaße und Formtoleranzen entsprechen der EN 12020-2 (DIN 17615) beziehungsweise der EN 755-9 (DIN 1748). Das Prüfinstitut ift Rosenheim bestätigte die Qualität der Produkte. Ein Film zum Verbinder steht auf der Webseite von Foppe zur Verfügung.
In den vergangenen zehn Jahren hat das Unternehmen mit Metallbaumodulen seinen Radius erweitert und einen Kundenstamm in Österreich, Schweiz und den Benelux-Ländern aufgebaut. Trotz Brexit wuchs der Umsatz des Lengericher Unternehmens auch in Großbritannien. „Neben den Märkten, die wir in Europa schrittweise aufgebaut haben, gibt es auch einzelne Aufträge aus Übersee“, erläutert Gaby Foppe, Geschäftsführerin von Foppe Metallbaumodule. So fertigte das Unternehmen 2017 Fenster und Hebeschiebe-Türen für einen Bauelementehändler in den USA, Fassadenelemente für Curacao sowie Wintergärten für den indischen Markt.
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