Halle 12, Stand 807 Repair Care: Holzersatzmaterialien gegen den Fenstertausch

Das Material ist elastisch, fest wie Holz und lässt sich überstreichen. - © Henry Daartz

Beschädigungen an Holzfenstern beginnen oft mit einer Bagatelle, beispielsweise einer defekten, weil offenen Verleimung. Im Lauf der Jahre tritt Wasser ein, der Schaden vergrößert sich – bis er irgendwann kaum noch zu übersehen ist.

Auf der HOLZ-HANDWERK präsentiert Repair Care Holzersatzmaterialien, die einen Fenstertausch unnötig machen. Denn solange die Schädigung lokal begrenzt bleibt und das Fenster an sich in Ordnung ist, ist ein Austausch oft weder notwendig noch sinnvoll.

In den vergangenen 30 Jahren haben sich derartige Reparaturen sehr erfolgreich entwickelt: zuerst in den Niederlanden, dann in England, Deutschland, Japan und Neuseeland. Für Holz-ersatzmaterialien gibt es inzwischen Garantien, wenn die ausführenden Handwerker entsprechende Schulungen nachweisen können. Repair Care bietet Handwerkern, Ausschreibenden und Wohnungsgenossenschaften in Vorträgen und Schulungen Information und Wissensvermittlung zur Sanierung von Holz an.

Reparaturen sind eine kostengünstige und saubere Alternative, weil sie im Verhältnis zum Ersatz eines Fensterns weniger kostenintensiv und mit weit geringeren Belästigungen für die Anwohner verbunden sind. Laut Repair Care sanierten Anwender auf dem Weg bereits Wohnquartiere mit bis zu 50.000 Quadratmeter Fensterfläche – mit Erfolg. Bei der Reparatur entfernt der Betrieb die geschädigte Stelle im Holz komplett. Die Ausbesserung erfolgt dann mit Holz und Holzersatzmaterial. Auf die Holzeinlage kann auch ganz verzichtet werden.

Der so genannte ökologische Rucksack, dazu gehören die Entsorgung des alten Fensters und die Entnahme des neuen Fenstermaterials aus der Natur, entfällt. Die Verwendung von Holzersatzmaterialien spart damit Kohlenstoffdioxid (CO2) ein.

An Holzersatzmaterialien werden Ansprüche gestellt. Das Material hat einige Tests durchlaufen: Die Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege (WTA) hat im Merkblatt WTA E-1-7 einige Kriterien für „Holzergänzungen“ definiert, das Institut für Fenstertechnik (ift) hat die Richtlinie SA-01/1 Reparatursysteme für Holzfenster erstellt und das Entwicklungs- und Prüflabor Holztechnologie (eph) hat die Eignung an reparierten Fenstern festgestellt. Demnach sollten Holzersatzmaterialien in gewisser Weise elastisch sein, sich fest mit dem Holz verbinden und sich mit Farbe beschichten lassen. Nach Herstellerangaben sind diese Anforderungen erfüllt.

www.repair-care.de