Wir haben zwei Arten von Beschlägen: die aufliegenden und die verdeckt liegenden. Wir kommen meiner Meinung nach bei großen Fensterflächen mit Dreifach-Isolierglas bei allen Beschlägen irgendwann an die Grenzen. Kleine Fenster lassen sich mit einem verdeckt liegenden Beschlag ausstatten, die großen Elemente dagegen nicht. Doch wie erkläre ich das dem Kunden? Der verdeckt liegende Beschlag gilt als optisch ästhetischer für ein Fenster. Das stellt meinen Betrieb immer wieder vor Probleme. Mein Beschlaghersteller schlägt vor, die eingesetzten Beschläge vertraglich fixiert halbjährlich bis jährlich warten zu lassen. Nur: Welcher Kunde geht darauf ein? Niemand fragt im Schadensfall, ob ein herausgefallenes Fenster eine regelmäßige Wartung erfuhr. Ich habe deshalb für meinen Betrieb entschieden, die verdeckt liegenden Beschläge vorerst nicht mehr zu verbauen. Ich prüfe momentan darüber hinaus, ob andere Beschlaghersteller eine alternative Lösung gefunden haben. Es handelt sich meiner Einschätzung nach freilich um ein generelles Problem: Die Lastabtragung sowie die Haltbarkeit sind bei verdeckt liegenden Beschlägen anfälliger als bei klassischen, aufliegenden Beschlägen. Mein Fazit: In großflächigen Fenster-Elementen lassen sich nur aufliegende Beschläge einsetzen – selbst wenn wir uns innerhalb der vom Hersteller vorgegebenen Normen im Grenzbereich befinden, rate ich aufgrund des Risikos von den verdeckt liegenden Lösungen ab. Das sind unsere Erfahrungswerte. Sie unterscheiden sich eben von denen des Beschlagherstellers.
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